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ERSTER
AKT
(Halle
im königlichen Schlosse, welche hinten
offen ist, links eine Thür, rechts
ein Fenster)
Erste
Szene
(Emma mit weiblicher Handarbeit
beschäftigt.
Jungfrauen spinnend)
Nr.
1 - Introduktion
CHOR DER JUNGFRAUEN
Der runde Silberfaden
Läuft sinnig durch die Hand;
Zum Frommen, nie zum Schaden,
Webt sich ein Liebespfand.
EINE JUNGFRAU
Wie er die Welt begrüßet,
Der Säugling, neu belebt,
Die Hülle ihn umfließet,
Von Spinnerhand gewebt.
DIE JUNGFRAUEN
Der runde Silberfaden etc.
EINE JUNGFRAU
Am Tag der höchsten Freude:
Am frohen Hochzeitstag,
Formt schön zum Feierkleide,
Was Spinnerhand vermag.
DIE JUNGFRAUEN
Der runde Silberfaden etc.
EMMA
(Emma ist während des Liedes
in trübes Nachsinnen versunken)
Noch eine Strophe hat die schöne
Weise;
zwar minder anmutsvoll,
doch traurig wahr.
Sie paßt so sehr zu meiner Stimmung,
dal ich
meinem Herzen stets Erleichterung
gewähre,
indem ich ihre Worte wiederhole:
Zur Hülle selbst im Grabe,
Zur Klag’ um Treuebruch,
Webt sich als Spinnergabe
Das Grab- und Tränentuch.
(Emma steht auf und geht langsam
zum Fenster,
wo
sie
gedankenvoll stehen bleibt.
Die Mädchen packen
während
des Folgenden
ihre Arbeit zusammen und
gehen links ab)
EMMA,
DIE JUNGFRAUEN
Der runde Silberfaden
Läuft traurig durch die Hand,
Gedeiht zum ew’gen Schaden
Solch herbes Trauerpfand.
(Die Mädchen ab)
Zweite Szene
(Eginhard
tritt ein. Sobald er sieht, dass die
Mädchen weggegangen sind, geht er
zu Emma,
die ihn nicht bemerkt und fasst
ihre Hand)
EMMA
(erschrickt, dann zärtlich)
Ihr habt gelauscht... so wie ich
merke
Es ist nicht schön, die Geheimnisse
der Damen
ungebeten erforschen zu wollen.
EGINHARD
(sichtbar
in den Griff einer heftigen inneren
Aufruhr)
Das ist fürwahr mein Zweck hier
nicht,
vielmehr – verzeiht, prinzessin,
eine
frohe Botschaft ist es, die ich
bringe.
EMMA
Mir? Und durch Euch?
Ja, dann muß sie wohl erfreulich
lauten.
EGINHARD
(für
sich)
Gerechter
Himmel! Jetzt, gerade jetzt!
EMMA
So lasset mich sic hören,
EGINHARD
Euer Vater, unser königlicher Herr...
EMMA
Mein
Vater?
Sprecht,
o gebt mir Nachricht!
Habt
Ihr von ihm eine frohe Kunde überbracht?
EGINHARD
Den
feind hat er besiegt,
der
Mauren Heer
zerstreut,
gefangen. Die Edelsten der Führer
hat
er herberufen,
um
dem verwegnen Maurenfürsten Ruh’
und
Friede zu gebieten.
EMMA
(Unruhig)
So
ist er unterwegs?
EGINHARD
An
seines Hofes Spitze naht er diesem Schlosse.
EMMA
Ach!
EGINHARD
Faßt
Euch! Die Freude hat Euch übermannt,
Prinzessin!
Wir
sind verloren, wenn Ihr Euch verratet!
EMMA
Wir
sind allein, vielleicht zum letzten Male!
O,
Eginhard!
Die
Seele fühlt nie empfundne Angst!
Was
haben wir getan?
EGINHARD
Was
unsere Herzen länger nicht verhehlen konnten:
Ihr,
eines Königs hohe Tochter, mit Anspruch
auf
die Weltenherrschaft ausgerüstet; ich, eines
Edelmannes
armer Sohn, kaum Ritter noch.
O,
leicht wird es, mich zu verdeben!
Ein
Wort, ein Blick, und in den Abgrund
taumelt
der Verworfne, der es gewagt,
nach
eines Königs Tochter Herz
und
Hand zu heben.
EMMA
Den
König kennst du, so wie ich: streng ist er,
doch
auch mild,
und Pflicht und Ehre sind ihm über
alles teuer.
Zwar würd’ er, wenn er jetzt
erführe,
dag,
während er den Feind bekämpft,
sich
unsre
Herzen liebevoll verbunden,
mit seines Fluches
Fülle
uns beladen;
doch hoff‘ ich vieles von
der
Zeit und unsrem Mute
EGINHARD
Wie?
Noch ein Strahl
von
Hoffnung soll mir lachen?
EMMA
Erringe
sein Vertrauen:
du
hast schon seine Gunst.
Ein
weites Feld des Ruhmes und der Ehre steht
diroffen:
durchwandl’ es kühn um mich;
die Liebe
sei
dein Siegspanier.
Und stehst du dann am Ziele,
vom Glück begünstigt
und seines hohen Lohnes wert,
dann lag zu seinen Füßen das
Geständnis
der Liebe bringen; er wird die Tochter nicht verderben,
weil dem geprüften Freund sie Herz und Hand gereicht.
EGINHARD
O
Emma! Süße Himmelsbild! Du gibst mir Mut
und
neues Leben wieder.
Nr.
2 - Duett
EGINHARD
O
mög’ auf froher Hoffnung Schwingen
Bald
unser Glück
der
Nacht entziehn!
EMMA
Zum
fernen Ziele laß uns ringen
Mit
reiner Sehnsucht heißem Glühn.
BEIDE
Treue
Liebe lässt die Seele
Sorgend
in verschwiegner Brust;
Das
Geschick, wie es auch quäle,
Lacht
noch dem, der treubewußt.
(Lärm
hinter der Scene)
EGINHARD
Der König naht; auf Wiedersehen.
(Er
geleitet sie schnell an die Thür links. Emma
ab)
Dritte Szene
(Diplomaten-Empfangsraum im Schloss. Eginhard,
König Karl, Roland, Ogier und gefangene Mauren.
König Karl, von
Roland, Ogier, Rittern, Damen und
Pagen umgeben, naht in feierlichem
Zuge und besteigt
einen an der linken Seite errichteten Thron,
während
ihm von dem eindringenden Volke laute Huldigungen
dargebracht
werden. Eginhard verbeugt sich vor ihm,
der König und die Ritter
begrüssen Eginhard.
Trabanten tragen die eroberten Trophäen
voraus)
Nr. 3 - Marsch und Chor
MÄNNER
UND RITTER
Zu
hohen Ruhmespforten
Klimmt
er auf schroffem Gleis;
Nicht
frönt er schalen Worten,
Die
Tat nur ist sein Preis.
FRAUEN
UND JUNGFRAUEN
Den
Sieger laßt uns schmücken
Vom
frischen Kranz umlaubt!
Mut
strahlet aus den Blicken,
Der
Lorbeer um das Haupt.
ALLE
Zu
hohen Ruhmespforten etc.
KÖNIG
KARL
Des
Himmels Segen hat
der
Waffen Glück begünstigt!
Frei
stehen wir hier an unsren Grenzen;
ersticket
ist des Feindes tolle Wut, verbannt der
Schreck
des Krieges, darum soll, solang mein
Zepter
friedlich waltet
– so
hoff‘ – ich es kein
Unheil
dieses Land bedrohen.
Doch,
daß auch der Erfolg den frommen Willen
kröne,
zieht als Gesandtschaft mit
des
nächsten Tages Grauen, Ihr, Roland,
Ogier
und du, Eginhard...
(Eginhard
verbeugt sich mit einiger Verlegenheit;
zustimmende Bewegung
unter
den Übrigen )
mit noch fünf anderen Edlen
meines
Heeres, ins
Lager
hin des Maurenfürsten.
Den
Frieden bietet ihm
und
nachbarlichen Schutz,
will
er des Glaubens
Wahrheit
mit uns teilen und länger nicht versagen
die
geraubten Heiligtümer.
Zieht
hin und mit des
Ew’gen
Hilfe vollzieht erfolgreich das Geschäft,
wenn
ihr des Sieges Beute erst geteilt.
Nr.
4 Ensemble
Nr.
4a Recitativ und Chor
OGIER
Die
Beute laß, o Herr,
die
Krieger teilen,
Uns
lohnet deine Gunst.
ROLAND
Ein
andrer Wunsch erfüllet mich;
Möcht’
ihn mein König hören
KÖNIG
KARL
So
sprich, er ist gewährt!
ROLAND
Wohlan!
Ihr Krieger! Schnell
vor
des Königs Thron bringt die Gefangnen!
Mög’
deine Gnade nicht in grimm sich wenden.
KÖNIG
KARL
Noch
faß’ ich nicht...
ROLAND
Du
sollst, mein König, hören.
(Roland
giebt nach dem Hintergrunde zu ein
Zeichen.
Während des folgenden
Chores
werden die gefangenen
Mauren
hereingeführt,
welche dem König zu Füssen
fallen. Fierrabras befindet sich
unter
ihnen; er allein
bleibt mit
verschlungenen
Armen und finster trotzigem
Ausdruck stehen, ohne
aufzublicken)
MÄNNER, RITTER
FRAUEN, JUNGFRAUEN
Des
Siegers Lohn,
Der
Feinde Zahl,
Vor
deinem Thron,
Hier
nahn sie all!
Nr.
4b Ensemble und Chor
KÖNIG
KARL
Des
Krieges Los hat euch mir übergeben,
Doch
bang’ euch nicht: im wilden Sturm der Schlacht
Selbst
sei’n der Menschheit rechte nicht vergessen.
Steht
auf! Zur Heimat kann ich euch nicht senden,
Doch
wandle jeder frei in meinem Staat,
Bis
segenvoll der Friede wiederkehrt.
MÄNNER, RITTER
FRAUEN, JUNGFRAUE
Dem
Fürsten Heil und Segen,
Der
milde Eintracht beut!
Es
sprießet auf seinen Wegen
Der
Lohn der Ewigkeit.
O
heil dem Fürsten, der milde Eintracht beut.
Nr.
4c Recitativ und Parlato
KÖNIG
KARL
(Nach
einem Blick eng Fierrabras
die noch steht, unbeweglich)
Wer
bist du, dessen tiefgesenkter Blick
die Erde
sucht?
Ob
Zorn, ob Scham dich leite?
Sag’
an!
(Fierrabras
eine Geste der Reizung)
Auch
kühn bist du, wie ich erfahre...
ROLAND
Verzeih
ihm, Herr; die Scham...
KÖNIG
KARL
... Macht
ihn verwegen;
Doch
soll er Rede stehn.
Sag’,
kühner Fremdling,
was
bindet deine Sinne?
(Mit
Behörde)
Gib
mir Antwort!
FIERRABRAS
(auffahrend)
Verdammenswertes Schicksal!
ROLAND
Lass
ihn schweigen,
Ihn
quälet sein Geschick. -
Am
Rand der Ebne,
Wo
sich des Heeres ganze Macht entfaltet,
Drang
durch die engen,
dichtgeschloßnen
Reihen
Mit
hohem Grimm der Tapfre auf mich ein,
Tod
ist sein Blick, Verderben seine Streiche,
Rings
alles weicht; da beut er mir den Kampf.
Die
Rache glühet auf des Helden Stirne,
Die
hoher Jugend Anmut auch erfüllt.
Lang
währt der Streif im Angesicht des Heeres,
Das
staunend teils und fürchtend uns umgibt,
Bis
endlich, übermannt, er mir erliegt.
(Fierrabras
verharrt in stolzer ablehnender
Haltung )
Gefangen
steht er hier,
gefangen,
doch Held.
KÖNIG
KARL
Darum
ward er besiegt von einem Helden.
(zu
Fierrabras, mit Hüpfburg Tonhöhe)
Nur
Mut! Solch edle
Leute
fessl’ ich nicht.
ROLAND
O
Herr,
Noch
weißt du nicht, wen dieser Arm bezwang.
KÖNIG
KARL
Den
Helden acht’ ich nur.
ROLAND
Wirst
du verzeihn?
KÖNIG
KARL
An
meinem Hof erwarte ihn der Friede.
ROLAND
Wohlan
denn!
Fierrabras ist’s, den du siehst,
Des
Maurenfürsten Sohn.
KÖNIG
KARL
(steht
auf, gewichtig)
Du hast mein Wort,
Ich
stell’ ihn frei dir in die Siegerarme.
(Fierrabras
verneigt sich ehrfurchtsvoll
vor
Karl. Roland geht auf Fierrabras zu
und
reicht ihm die Hand)
Vierte Szene
(Vorige, Emma mit Jungfrauen. Sobald Fierrabras
Emma erblickt,
lässt er die äusserste Überraschung
erkennen)
Nr.
4d Ensemble und Chor
EMMA
(naht
Karl und überreicht ihm einen
Kranz)
Der
Landestöchter fromme Pflichten
Weihn,
Edler, dir die Heldenzier;
Mir
ward das Amt, es zu verrichten,
Ich
reich’ für sie den Kranz nun dir.
(Karl
schliesst Emma zärtlich
in die Arme)
JUNGFRAUEN
Vaterhuld
und milder Sinn
Schmückt
den hohen Helden.
Seiner
Tugenden Gewinn
Bleibt
der Dank der Welten.
KÖNIG KARL
Mir
dürft ihr, Gute, diesen Kranz nicht weihen,
Der
Held des Tags hat ihn verdient.
(Auf
Roland zeigend)
Ihm,
Roland, ihm, dem Sieger, dem Heere,
Ihm
gebt, ich gönn’ sie gern, des Sieges Ehre.
(Die
Jungfrauen nahen, Roland lässt sich auf
ein Knie
nieder und empfängt den
Kranz.
Fierrabras betrachtet
Emma mit
leidenschaftlichen
Blicken)
JUNGFRAUEN
Dir
reichen wir mit Wonne
Den
Kranz, du starker Held!
Sei
unsers Glückes Sonne
Zum
Schutz und Schirm gewählt.
FIERRABRAS
(dando
un grido senza volerlo)
Ha!
ROLAND
Was
ist dir?
FIERRABRAS
Sie
ist es!
ROLAND
Die
Prinzessin? ja, Tochter unsers Herrn.
FIERRABRAS
Und
meine Liebe!
ROLAND
Schweig,
Rasender!
Du
bist verloren!
FIERRABRAS
Götter!
Nr.
4e Quartett mit Chor
DIE
RITTER, OGIER
KÖNIG KARL
Dem
Erfolg vertrauen
Wir
des Friedens Glück;
nach
des Kampfes Grauen
Kehrt
die Ruh’ zurück.
EMMA,
EGINHARD
(Gegenseitig)
Eine
Nacht voll Grauen
Sieht
der trübe Blick,
Einmal
laß mich schauen
Noch
mein fliehend Glück.
FIERRABRAS,
ROLAND
Vor
der Zukunft grauen
Läßt
mich mein/ihn sein Geschick,
Auf
den Zufall bauen
Muß
ich/er all mein/sein Glück.
ROLAND
(zu
Fierrabras)
Schweigen
ziemt dem Munde
Weil
Gefahr hier wacht;
Deines
Herzens Wunde
Deck’
des Schweigens Nacht,
EGINHARD
(zu
Emma)
Vor
der Trennungs stunde
Wird
im Schutz der Nacht
Dir
von meinem Munde
Noch
ein Gruß gebracht.
OGIER,
KÖNIG KARL
Dem
Erfolg vertrauen, etc.
EMMA
Vor
der Trennungs stunde
Wird
im Schutz der Nacht
Mir
von seinem Munde
Noch
ein Gruß gebracht.
FIERRABRAS
Schweigen
ziemt dem Munde
Weil
Gefahr hier wacht;
Meines
Herzens Wunde
Deck’
des Schweigens Nacht.
EMMA,
EGINHARD
FIERRABRAS, ROLAND
O
nacht voll Grauen!
OGIER,
KÖNIG KARL
DIE RITTER
O
Friedensglück!
Dem
Erfolg Vertrauen ecc.
EMMA,
EGINHARD
Eine
nacht voll Grauen, ecc.
FIERRABRAS
ROLAND
Vor
der Zukunft grauen, ecc
Nr.
4f Marcia und Chor
(Alle
ab ausser Fierrabras
und Roland)
MÄNNER
UND RITTER
Zu
hohen Ruhmespforten
Klimmt
er auf schroffem Gleis;
Nicht
frönt er schalen Worten,
Die
Tat nur ist sein Preis.
EMMA
UND JUNGFRAUEN
Den
Sieger laßt uns schmücken
Vom
frischen Kranz umlaubt!
Mut
strahlet aus den Blicken,
Der
Lorbeer um das Haupt.
ALLE
Zu
hohen Ruhmespforten, ecc.
FIERRABRAS
Wie,
dir, dir dank’ ich meine Freiheit?
Fünfte
Szene
(Fierrabras und Rolando)
ROLAND
Männlich
hast du gekämpft;
nie
hab’ ich dich besiegt,
weil
nur des Zufalls Macht
der
Held erliegt.
FIERRABRAS
So
viele Großmut übst du an dem Feinde!
O,
lehr auch mich die Heldentugend üben,
mit
deren Kraft
du
auch mein Herz gefangen
ROLAND
Im
Siegesglanz soll unsre Freundschaft prangen!
Doch,
Sinnloser, sprich, was konnte dich verleiten,
solch
sonderbar Benehmen,
selbst in des Königs
Gegenwart?
FIERRABRAS
Unfreundliches
Gestirn,
das heute jedem Schritt mir
folgt!
ROLAND
Was
ist dir?
Grundlos
nicht war dein Entsetzen.
FIERRABRAS
So
höre und beklage mich.
nach
meines vaters Wunsch ging
ich
nach Welschland vor vier Jahren,
die
Schwester führt‘ ich mit und einen sicheren
Begleiter,
der das Vertrauen
des
Vaters ganz besaß.
Rom
sah ich staunend und die heiligen Gebäude,
und
schon wandt’ damals sich mein Geist dem
holen
Glauben zu;
doch
mehr als all das Hohe,
Heilige,
strahlt mir aus einer Jungfrau Blick,
die
dort wie ich, auch fremd, in furstlichem
Geleite,
das hohe Altertum
verehrend
angestaunt.
Oft
sah ich sie, doch mehr auch nicht,
und
als mein Herz in erster
Liebe
Glut sich unverwandt ihr rein
und
ewig weihte, dann...
ROLANDO
Und
dann?
FIERRABRAS
... war
sie dem sehnsuchts vollen
Blick
entschwunden.
ROLAND
In
Rom, sagst du? O Freund, erkläre dich!
Du
warst einst dort… mit deiner Schwester...
vor
vier Jahren... ist’s nicht so?
O
quäl mich länger nicht,
schnell
gib mir Aufschluß!
FIERRABRAS
So
ist es, ja, und meine Schwester,
so
wie ich, lernt’ einer Ritter
aus
des Fräuleins Zuge kennen;
doch
sie war glücklicher als ich.
ROLAND
Und
dieser Ritter?
FIERRABRAS
Der
sie gekannt,
geliebt
und Gegenliebe fand,
verschwand zugleich mit meinem hohen Bilde.
ROLAND
Du
hast ihn nicht gekannt?
FIERRABRAS
Nie.
ROLAND
Der
Ritter, Fierrabras, bin ich.
Ihr Himmelsmächte!
So
lebt sic noch, auf die ich lang verzichtet?
FIERRABRAS
Wie?
– So muß ich endlich doch an des Geschickes
wunderbare Fügung
glauben? Vernimm es, Roland,
und beklage mich:
In dieser
Königstochter fand ich auch
die Geliebte wieder... und der Erinnrung
Glut
erwacht’
in tiefbewegter Brust.
Mein
Entschluß steht!
Von
jeder Hoffnung fern will ich dem Land,
dem
Volk doch angehören, das meines
Lebens
höchste Güter mir bewahrt.
Ich
bleib’ bei dir und will der finstern heimat
gern
entsagen, so wie selbst hier der Liebe
süßem
Glück.
Du
ziehe hin in meines Vater Reich, dir ist’s
vergönnt,
in meiner Schwester wieder die
Geliebte
dort zu finden.
Hast
du des Friedens Werk ruhmwürdig erst
vollbracht,
dann magst du deines Glücks
an
ihrer Seite dich erfreuen. Ich bin gefaßt,
des
Schicksals ärgsten Sturm zu tragen.
ROLAND
Gefahrvoll
ist dein Stand, doch fasse Mut und
schweige,
bis ich wiederkehre; auf meine Hilfe
kannst
du tätig zahlen.
Nun
bleibt mein Rat: dich
männlich
klug zu fassen, du siehst, es zürnt nicht
immer
das Geschick. Der Edle darf dem Glück
sich
überlassen, es kehrt oft spät,
doch
stets versöhnt zurück.
Nr.
5 Duett
FIERRABRAS,
ROLAND
Laß
uns mutvoll hoffen,
Wandeln
auf der Bahn,
Die,
dem Dulder offen,
Uns
sich aufgetan.
In
bescheidnen Blüten
Prangt
des Lebens Kranz,
Nach
des Sturmes Wüten
Lacht
der Sonne Glanz.
Laß
uns mutvoll hoffen, ecc.
(Verwandlung
Sechste
Szene
(Garten. Im Hintergrunde links Frauenwohnung
mit einem
Balkon. Nacht. Mondschein )
Nr.
6 Finale
(Eginhard
späht vorsichtig umher, er
trägt
eine Laute und
nähert sich der Wohnung)
Nr.
6a Romanza (Duett)
EGINHARD
Der
Abend sinkt auf stille Flur,
Es
soll der Treue scheiden!
Ach!
Erst vernimm der Liebe Schwur,
Muß
er sein Glück schon meiden.
Sein
Herz erbebt im Schlachtgetos,
Die
Träne schwimmt im Blicke,
Sein
herb Geschick,
es
reißt ihn los
Vom
kaum gefühlten Glücke.
(Emma
wird auf dem Balkon sichtbar)
EMMA
Doch
kehrt er heim im Siegesglanz,
Dann
naht der Tag der Weihe.
Der
Liebe und des Ruhmes Kranz
Reicht
ihm die Hand der Treue.
BEIDE
Der
Liebe und des Ruhmes Kranz
Reicht
ihm die Hand der Treue.
(Emma
verschwindet vom Balkon und kommt
sogleich unten aus der Thür. Eginhard
umarmt sie
und geleitet sie
zärtlich
nach links in den Garten.
Auf
der gegenüberliegenden Seite Fierrabras
kommt
mit den weichen dim
Kopf
und gekreuzten Armen.)
Siebente Szene
Nr.
6b Recitativ und Arie
FIERRABRAS
(kommt
langsam von rechts)
Was
quälst du mich, o Mißgeschick!?
Will
der Gedanke mich nicht fliehen?
Ich
sauge Lust aus ihrem Blick
Hinweg!
Ach, mächtig fühl’ ich’s glühen!
In
tiefbewegter Brust
Regt
sich ein leises Sehnen;
Kaum
meiner selbst bewußt,
Darf
ich dies Glück nicht wähnen.
O
schweig! betrognes Herz!
Verstummt,
vergebne Klagen!
Dem
Manne ziemt nicht Schmerz,
Er
muß mit Fassung tragen.
In
tiefbewegter Brust etc.
(Bewegung
in der Wohnung, die
Fenster werden abwechselnd
erhellt)
Nr.
6c Ensemble und Chor
FIERRABRAS
Doch
horch! was regt sich noch
in
stiller Nacht?
Des
Flügels Fenster sind erleuchtet.
Bald
leises Murren,
bald
ein wilder Lärm -
MÄNNER
(Des
Flügels Fenster sind erleuchtet.
Bald leises Murren, bald ein wilder Lärm)
Wo ist sie?
Schnell,
verschwunden
Ist
jede Spur!
FIERRABRAS
Seltsam
Treiben!
Was
mag das sein?
Mit
Vorsicht will ich das Ende erwarten.
(Er
tritt seitwärts)
MÄNNER
(drinnen)
Ohne
Weilen
Verfolgt
die Spuren
Wo
ist sie?
Schnell,
verschwunden Ist jede Spur!
(Das
Schloss Tür öffnet sich plötzlich. Emma
und Eginhard eilen auf die Bühne Emma
deckt
ihn mit ihrem Schleier,
während
er läuft davon.)
Achte Szene
(Fierrabras, Emma, Eginhard,
Männer hinter der Scene)
EMMA, EGINHARD
Angst
und Schrecken
Tief
erfassen, dumpf bedecken
Sie
die Brust!
Flucht
nur rettet,
Der
verspätet
Schuldbewußt
MÄNNER
Ohne
Verweilen verfolgt die Spuren,
Schnell
verschwunden ist jede Spur!
(Eginhard
will entfliehen, Fierrabras
tritt
ihm entgegen
Emma
hält gefroren mit Schrecken)
Nr.
6d Terzett
FIERRABRAS
Ha,
hier waltet ein Verrat!
(zu
Eginhard)
So
schnell nicht, als ihr wähnet!
EGINHARD
UND EMMA
Ha!
Fierrabras!
FIERRABRAS
(Er
stellt sich Eginhard entgegen)
Wer
ihr auch seid,
Die
ihr des Hauses Ehre höhnet,
Zur
Rache seht mich hier bereit.
EMMA
O
schont! Erbarmt!
FIERRABRAS
Götter!
Emma!
EGINHARD
O
laß mich fliehn!
FIERRABRAS
(ihn
erkennend)
Wie, auch du?
Was
muß ich sehn! Weh mir!
EMMA
O
schont! Erbarmt!
EGINHARD
O
laß mich fliehn!
FIERRABRAS
Der
Rache Glut ersticket
In
mir des Mitleids Drang;
Er
ist’s, den sie beglücket,
Wie
hart ist dieser Zwang!
EGINHARD,
EMMA
Wie
er verworren blicket,
Kaum
birgt er seinen Zwang.
Die
Schuld, die mich bedrücket,
Erfüllt
das Herz so bang.
EMMA
(wirft
sich Fierrabras zu Füssen)
Schütze! Rette!
EGINHARD
(A
Fierrabras, das Schwert)
Durch
deine Brust bahn’ ich den Weg’.
FIERRABRAS
(Rundweg
um Eginhard, nach einem inneren
Kampf)
So
flieh!
Glüht
schon in mir die Rache,
Und
brauchst du meinen Arm,
Gern
biet’ ich ihn.
EMMA,
EGINHARD
Hab’
Dank, du Retter in Gefahr!
EMMA,
EGINHARD
FIERRABRAS
Leb
wohl,
Adieu,
dich des Himmels Schutz bewahren!
(Eginhard
entflieht, der Lichtschein
in der
Frauenwohnung
ist erloschen.)
Neunte Szene
Nr.
6e Recitativ
FIERRABRAS
Nun
fasset Mut!
So sehr mein Herz auch bebt,
Kämpf’
ich mit Pflicht –
und
mein Bewußtsein siegt.
Wollt
Ihr mir folgen, hohe Königstochter,
Ich
führ’ Euch bald an Eures Vaters Brust.
EMMA
(erschrickt)
Nein nimmermehr!
O
schone, ach erbarme!
Daß
schnell dein Herz erwarme.
Sieh
meiner Tränen Flut!
Laß
nichts den Vater wissen,
Den
Frevel würd’ ich büßen
Mit
des Geliebten Blut.
FIERRABRAS
Ja,
zähle auf mein Schweigen!!
Der
Not will ich mich beugen
Mit
männlich festem Mut.
(Fierrabras
fasst Emma an der Hand, um
sie in die Frauenwohnung zu geleiten; wie
sie an der Pforte sind, tritt der König mit
Gefolge, Dienern mit Fackeln, aus
der Thür)
Zehnte Szene
Vorige,
Carlomagno und sein Gefolge
Nr.
6f Recitativ, terzett und ensemble
EMMA,
FIERRABRAS
Ha!
KÖNIG
KARL
Wie!
Emma hier?
Und
des Barbaren Arm?
(zu
Fierrabras)
So
achtest du des Gastrechts heil’ge Sitten?
Verführer!
FIERRABRAS
(auffahrend)
Nein, zu viel! - So wisset...
KÖNIG
KARL
Ich
weiß genug, dich zu verachten!
(Berufung)
Eginhard!
(Einige
aus dem Gefolge entfernen sich,
um
Roland zu holen Eginhard)
EMMA,
FIERRABRAS
Wie,
ihn?
Das
Blut fühl’ ich erstarren
Im
Kampf mit Lieb’ und Pflicht,
Wird
er die Schuld gewahren,
Trifft
uns/sie das/sein Strafgericht.
KÖNIG
KARL
Mit
Strenge zu verfahren,
Gebeut
mir Vaterpflicht,
In
Haft muß ich ihn wahren,
Der
so Verträge bricht.
(Eintreten,
hat Eginhard eine unfreiwillige
Schreck
und stoppt sichtlich verwirrt und
verängstigt
bis zum Ende)
Elfte Szene
(Vorige
und Eginhard)
Ensemble
KÖNIG
KARL
Dich
rief ich, Eginhard,
den
einzig Treuen,
Der
meines Hauses Ehre stets bewacht.
In
deine Hände stell’ ich den Verräter,
Daß
er den Frevel büß’
in
Kerkers Nacht.
EGINHARD
Was
ist geschehn?
Weh
mir!!
KÖNIG
KARL
Wohl
wirst du staunen:
An
Emma wagt’ der Kühne sich vermessen,
Entführte
mit Gewalt sie meinem Arm.
EGINHARD
Er
nicht!
KÖNIG
KARL
Mit
Grund ist, Edler, dein Entsetzen,
Drum
fort mit ihm!
EGINHARD
(Für sich)
Vermag
ich es?
KÖNIG
KARL
Kein
Mitleid!
Solch
frevle Tat verdienet solchen Lohn.
Du
zauderst? Fort!
EGINHARD
O
Herr, vergib!
EMMA,
FIERRABRAS
Ha,
schweige!
KÖNIG
KARL
Ich
will es! Ich will’s
(Mit
einem Verweis auf seine Entourage)
Ihr
haftet mir für ihn.
(Sie
besetzen Fierrabras, dass die Hälfte betäubt,
verlassen, Emma und Eginhard
scheinen
von Angst
und Schrecken
überfallen.
In diesem Moment den
Klang
der
Glocken, die die Aufmerksamkeit aller
weckt
hören)
Du
hörst dies Zeichen,
Eginhard,
bald will es tagen,
An
euer Werk ermahnt der frühe Ruf;
Drum
eile, dich den Freunden zu gesellen,
Daß
ihr die Friedenssendung klug vollbringt.
(Auf
Fierrabras deutend)
Für
meinen Zorn bleib’ er indes
verwahrt.
Was
er verbrach an meines Hauses Ehre,
Erheischt,
dag es der Strafe Last vermehre.
(Während
des folgenden Chores füllt sich bei
allmählichem Tagesaubruch der
Hintergrund
mit
Rittern und Kriegern,
welche
zum Gesandtschaftszuge
gehören.
Sie führen eine weisse Fahne, eine
Palme
und mehrere Symbole des
Friedens)
Nr.
6g Quartett mit Chor
RITTER, KRIEGER
Fort
zum Siegesreigen
Auf
sein Machtgeheig!
Eures
Ruhmes Zeugen
Bringt
des Friedens Preis.
EMMA,
EGINHARD, FIERRABRAS
Dulden
nur und Schweigen
Ziemt
um solchen Preis,
Und
kein Blick darf zeigen,
Was
die Seele weilt.
KÖNIG
KARL
Ernst
und Strenge zeigen,
Ist
mir Pflichtgeheiß,
Vor
des Frevels Zeugen
Werd’
der Schmach er Preis.
RITTER, KRIEGER
Fort
zum Siegesreigen, etc.
(Sie
ordnen sich zum Zuge. Eginhard tritt in
glänzender Rüstung auf, um sich an die
Spitze
des Zuges zu stellen. Als Emma ihn
erblickt,
beginnt sie zu wanken und
sinkt
in Roland's
Arme. Eginhard will
herbeieilen,
wird aber
durch eine
abweisende
Gebärde Karl's
zurückgehalten
und zieht mit den Rittern
davon.
Der Vorgang spielt sich sehr schnell
ab)
ZWEITER AKT
(Felsige
schluchtenreiche Gegend an der
französischen Grenze, von einer
Anhöhe begrenzt,
über welche die Ritter herabkommen. Rechts ein
Felsenvorsprung mit engem Zugang. Morgen)
Erste Szene
(Rolando,
Eginhard, Ogier, Olivier, Gui, Richard,
Gerard und Ritter mit der weissen
Fahne,
Palme
und den anderen
Friedenszeichen.
Als
sie am
Abhang der Höhe stehen,
kehren
sie sich noch einmal
nach
der Seite, von welcher sie
gekommen sind)
Nr.
7 Lied mit Chor
EGINHARD
Im
jungen Morgenstrahle,
Den
Blick dir zugewandt,
Grüß’
ich zum letzten Male
Dich,
teures Vaterland.
DIE
RITTER
Im
jungen etc.
ROLAND
(hinter
der Scene. Freudige
Bewegung unter den Rittern)
Wie leichte Wolken ziehen,
Bald
Seligkeit, bald Glück;
Die
Herzen, wie sie glühen,
Es
trennt sie das Geschick.
RITTER
(hinter
der Scene)
Wie leichte Wolken ziehen, etc.
(Roland
kommt mit Rittern auf die Bühne.
Herzliche
Bewillkommnung zwischen ihm,
Eginhard
und Ogier, sowie zwischen den
Rittern)
EGINHARD, ROLAND
O
ew’ge Mächte, weilet
Ob
uns in milder Huld,
Eh’
uns Verrat ereilet,
Befreit
von Schmach und Schuld.
ALLE
RITTER
O
ew’ge Mächte etc.
ROLAND
So
laßt uns denn,
da wir gefahrlos nun der Heimat Grenze überschritten,
dem nahen Ziele unverweilt entgegenziehn.
OGIER
Nicht
fern von hier haust jener freche Maurenfürst.
An
seines Heeres Trümmern mag er sich nun
ergötzen,
da er den Frieden nicht gewollt.
ROLAND
Hart
war die Lehre,
doch
gerecht; er hat sie ihm
schonend
nahn.
OGIER
Verbannt
sei jeder Übermut;
der Sieger wisse den
bezwungnen
Feind zu ehren.
Ist’s nicht so,
Kampfgenossen?
GUI
VON BURGUND
Dein
Wort ist Gold.
RICHARD
VON DER NORMANDIE
Dein
weise stets dein Rat.
GERARD
VON MONDIDUR
Solch
edlem beispiel folget
jeder gerne.
ROLAND
So
kommt.
Wohl mag noch maurisch Volk hier im Gebirge
lauern,
das nicht zur schnellen Flucht die
Zeit
gewann.
DIE
RITTER
Die
Feigen furcht’ ich nicht,
und waren’s ihrer Tausende,
sie kennen
unsre Waffen!
ROLAND
Den
Frieden wollt ihr stiften
und bereitet euch zum Kampfe?
Kann
dieser Maurenfürst wohl unsrer
Sendung
Zweck vertrauen, vernähme er,
dag
auf dem Wege wir die Seinen ihm
erschlügen?
Selbst
die Gelegenheit vermeiden,
so
kommen wir zum Ziele.
Drum
fort!
(zu
Eginhard, die geblieben ist, bis jetzt in seinen
Gedanken versunken, ohne an
dem
Gespräch)
Komm,
Freund; du kannst so leicht dir deine
Sporen
hier verdienen. Nur Mut und kühn voran!
EGINHARD
Ich
folge.
(Noch
Be)
OGIER
Was
fehlt dem Träumer? Immer ist er so.
ROLAND
Laß
ihn!
Des
Weges für die Jugend ungewohnte
Plage,
die Sehnsucht nach der Heimat.
EGINHARD
Nach
der Heimat!
ROLAND
So
magst du weilen; durch die Ebne ziehn wir
ruhig
hin, da kannst du leicht uns bald ereilen,
und
für die not
ruft deines Hornes Schall
uns bald
herbei.
(ich
ihn weg)
Quält
dich ein Kummer, kannst du ihn der Brust
des
Freundes sicher anvertrauen.
Folget
mir!
(Alle
gehen außer Eginhard)
Zweite Szene
(Eginhard
allein)
EGINHARD
Ein
Kummer, sagst du?
Ach,
des Lebens Uberdruß erfüllt
die
bange Seele!
Unglücklich
bin ich, ach!
So
furchtbar, grenzenlos!
Und
ihn,
der
Freunde Edelsten,
rift
ich mit mir in des Verderbens Kluft!
Was
tat’st du, Elender?
Um
dich zu retten, gabst du ihn leicht
der
Schande blofi!
Ach,
Fierrabras! Wie werd’ ich deines Vaters
Blick
ertragen? – nein!
Nr.
8a Recitativ, marcia mit
melodramma
und
ensemble
EGINHARD
Beschlossen
ist’s, ich löse seine Ketten!
Der
Wunsch erfüllt mich reuevoll und heiß,
Um
ihn, den tiefgekränkten Freund zu retten,
Geb’
ich mein Leben, meine Liebe preis.
Dritte
Szene
(Eginhard,
Brutamonte und Mauren. Während
des
vorhergehenden Rezitativ, eine
Truppe
von Mauren,
unter dem Befehl von
Brutamonte,
fing an, auf der
hohen Seite zu
sehen
ist, scheint aus einer Bergschlucht
sein.
Es
ist nur, wenn sie erkennen, dass sie Eginhard
aufhören,
es zu beobachten - dann zeigen die Ritter
marschieren in der Ferne, folgen sie für
eine
lange
Zeit mit den Augen und wenn sie
glauben,
genug weg,
in Richtung von den Höhen
zu
Eginhard.)
EGINHARD
(sieht
sie und geht ihnen entgegen,
mit
seinem Schwert gezogen)
Verwegene!
Was führt euch hierher?
BRUTAMONTE
Du
trotzest, Franke?
Wohl,
setz dich zur Wehre.
EGINHARD
Und
gegen Einen wollt ihr alle streiten?
BRUTAMONTE
Du
willst dir selbst dein Todeslos bereiten.
EGINHARD
Nicht
Furcht ist’s, die von euch
mich
zitternd hält,
doch
soll vergebens hier kein Blut mehr fließen.
Drum
hört:
Vom
König bin ich auserwählt
mit
einer Ritterschar, in Eil’ beflissen,
dem
Maurenfürsten Frieden anzubieten;
die
Brüder folgen schützend meinen Schritten.
BRUTAMONTE
Uns
willst du hintergehn?
EGINHARD
Wohlan,
bald sollt ihr’s sehn.
(Eginhard
stösst ins Horn)
BRUTAMONTE,
MAUREN
(aufmerksam
horchend)
Was mag der Ruf bedeuten?
Seid
wohl auf eurer Hut!
Mög’
er Verrat bereiten,
So
ströme bald sein Blut!
EGINHARD
Bald
wird sich’s klar entscheiden,
Ich
lache ihrer Wut;
gefahren
zu vermeiden,
Steh’
ich in Freundes Hut!
BRUTAMONTE,
DIE MAUREN
Was
mag der Ruf bedeuten, ecc.
EGINHARD
Bald
wird sich’s klar entscheiden, ecc.
(Eginhard
stösst ins Horn. Sie machen einen
neuen
Angriff, den Eginhard
zurückschlägt.
Fortwährender Kampf; die Mauren besetzen
nach und
nach den Zugang)
BRUTAMONTE
(zu
den Mauren)
Schnell, eh’ sie nahen, fasset ihn!
Zum
Fürsten führt den Kühnen hin!
Schnell
mit dem Frevler,
schnell
mit ihm fort!
Er
kann uns nicht entrinnen:
Verwahrt
an sichern Ort,
Mag
er auf Ränke sinnen.
MAUREN
(Sie
versuchen, Eginhard verhaften)
Willst
du noch widerstehn?
Schnell
mit dem Frevler, schnell mit ihm fort!
Er
kann uns nicht entrinnen:
Verwahrt
an sichern Ort,
Mag
er auf Ränke sinnen.
(Die
Mauren lauschen auf den Hornruf,
dann
bedrängen sie ihn von Neuem)
EGINHARD
(Bekämpfen)
Frei
kann ich mit euch gehn.
Vertraut
des Mannes Wort,
Ich
kann euch nicht entrinnen,
Verrat
an diesem Ort
Wird
euch kein Frommen bringen.
(Die
Mauren haben den Felsenvorsprung von
hinten
erklommen und überwältigen Eginhard.
Alle schnell
ab.
Roland,
Ogier und
die anderen Ritter zurück,
nachdem
die
Mauren wegnehmen Eginhard)
Vierte
Szene
(Rolando
e gli altri cavalieri)
Nr.
8b Duett mit Chor
ROLAND,
OGIER, RITTER
(kommen
schnell zurück; sie spähen überall umher)
Was
ist ihm geschehn?
Was
hat er begonnen?
Die
Zeit ist verronnen!
Er
ist nicht zu sehn.
ROLAND,
OGIER
(In
Eile)
Verfolget
die Spuren
im
hastigen Lauf,
In
Tälern und Fluren
Schnell
suchet ihn auf.
DIE
RITTER
(sie
verbreiten)
Verfolget
die Spuren
im
hastigen Lauf,
In
Tälern und Fluren
Wir
finden/suchen ihn auf.
Schnell
suchet ihn auf.
(Sie
zerstreuen sich nach
allen
Richtungen.
Verwandlung)
Fünfte
Szene
(Gemach
im Schlosse des Maurenfürsten Boland
zu
Agrimore, nach Art eines Zeltes,
mit
einem Vorhange
geschlossen.
Florinda und Maragonda)
MARAGOND
Wo
schweift er wieder, der verlorne Blick,
der
sonst besonnen, seelenvoll erglühte?
Laß
Teure, nicht im Traum der Phantasie
das
starke Herz der
Truggestalt
erliegen.
FLORINDA
O
schöner Traum, du trosterfüllter Segen,
der
mir die ew’ge Ferne lebend malt,
es
ist der letzte, ach,
des
schlaffen Lebens!
MARAGOND
Und
an ein Bild knüpfst leicht du dein Geschick,
das
nimmer dir gelinget zu erlangen?
FLORINDA
Ja,
an ein Bild,
das
ewig mich umschwebt.
MARAGOND
Doch
ohne Trost, es je zu sehn. Ermanne den
trüben
Geist! Die Jungfrau, mutvoll sonst und
männlich
festen Sinns, sie bannt ein Zauber,
entartet von sich selbst.
O
Teure, glaube, du hast ihn lang in
Welschlands
Gaun gesehn. Wo ist er nun?
In
weiter Ferne, tot vielleicht schon jetzt!
Vergeblich eignes Quälen.
Vernunft gebeut,
Unmögliches zu tragen.
FLORINDA
Ach,
immer neu erwacht der Sehnsucht Trieb!
flieh’
mich selbst, indem ich ihn nur suche Mein
teurer
Freund! Mein Roland!
Ew’ges
Sehnen zieht mich
nach dir!
MARAGOND
O
schweig, Betörte! Zittre!
Des Vaterlands und deines
Vaters Feind ist er,
bedenk, den du so frevelnd liebst.
FLORINDA
Nicht
Vaterland, selbst nicht des Blutes Bande
erschrecken
mich; für ihn trotz’ ich dem Tod, ja
selbst
der Schande!
Nr.
9 Duett
FLORINDA
Weit
über Glanz und Erdenschimmer
Ragt
meiner Wünsche hohes Ziel,
Und
jedem Glück entsag’ ich immer,
Lohnt
mich der Liebe süß Gefühl.
MARAGOND
O
mög’ der Schein dich nicht betören,
Verrat
ist der Gedanke schon.
FLORINDA
Nur
seiner Stimme Klang zu hören,
Ist
aller Leiden höchster Lohn.
O
könnt’ ich es umfangen,
Das
lieblich holde Bild!
Mein
glühendes Verlangen
Wird
nimmer wohl erfüllt.
MARAGOND
Von
trostlos stillem Bangen
Ist
meine Brust erfüllt;
Ach,
nie wird ihr Verlangen,
Nie
ihre Lust gestillt.
(Boland
tritt ein)
Sechste Szene
(Vorige,
Boland und Brutamonte, dann Eginhard)
MARAGOND
Birg
deinen Schmerz, es naht der Vater!
Du
kennst sein rauh’ Gemüt.
FLORINDA
Bald
soll er’s wissen; Ich trag es länger nicht,
mein Glück zu missen.
FÜRST
BOLAND
Ein
Franke, sagst du?
Und
wo habt ihr ihn gefunden?
BRUTAMONTE
An
der Gebirgsschlucht, unfern von der Grenze,
harrt’
ich mit einer Schar noch von Getreuen;
da
ward ich ihn gewahr,
und
ohne Säumen ward er
auch
ergriffen, eh’ es den Begleitern auf seines
Hornes
Ruf gelang, zu nahen.
Er
nennt sich einen
Friedensabgesandten
und frohe Botschaft, spricht
er,
bringt sein Kommen.
FÜRST
BOLAND
Was
mag er bringen?
Fierrabras’ Geschick
vielleicht
verkündet
er, wohl seinen Tod.
FLORINDA
O,
armer Bruder! Wärst du denn verloren?
FÜRST
BOLAND
Er
komme; doch ein furchtbar streng Gericht ihn
und
alle die Gefährten, erfahre ich des Sohnes
Schreckenslos!
BRUTAMONTE
Schon
nahen sie mit ihm.
(Eginhard
wird von den Mauren durchgeführt;
sein Blick drückt Schmerz und
Verachtung)
FÜRST
BOLAND
Nun,
kühner Fremdling, erkläre dich, was in des
Krieges
Schrecken dich aus der Heimat fernem
Lande
rift?
EGINHARD
Bald
stillst du‘ aus der Ritter Mund vernehmen,
die
von mir durch dein ruchlos Volk getrennt.
Des Friedens
froher Wunsch...
FÜRST
BOLAND
Noch
eh’ du endest, sag,
wo
ist Fierrabras?
EGINHARD
Gott!
Gefangen ward er im Kampfe jüngst
von Roland...
FLORINDA
Von
Roland? Götter! Ach, er lebt?
FÜRST
BOLAND
Vas
sagst du?
FLORINDA
Ach,
mein Bruder!
FÜRST
BOLAND
Wohl,
moch lebt er doch Schmach und Schande
soll
er nicht entragen, und ist er Held,
wieder zu sterben
wissen
FLORINDA
O
laß mich, Vater, ich will ihn betrein.
FÜRST
BOLAND
Du
sehwaches Weib? Was wähnst du!
FLORINDA
Fierrabras
lös’ ich mit einem Worte.
FÜRST
BOLAND
Törin!
Schweige!
EGINHARD
Die
Freiheit hat der König ihm gegeben.
FÜRST
BOLAND
Die
Freiheit? Und doch kehrt er nicht zurück?
EGINHARD
Weh
mir!
In neue Haft fiel durch Verrat der edle
Held...
FÜRST
BOLAND
Wie
das?
Erzähle, daß der Götter Fluch ich auf den Frevler lade!
EGINHARD
... durch
einen Freund...
FÜRST
BOLAND
Wer
ist der Unmensch? Sprich!
EGINHARD
Der
falsche Freund... erfahr’ es denn, ... bin ich!
FÜRST
BOLAND, FLORINDA
MARAGOND
Ha!
Nr.
10 Quintett
FÜRST
BOLAND
Verderben
denn und Fluch
Der
falschen Frankenbrut!
FLORINDA
Des
Zornes volle Macht
Wird
er Verdient erfahren;
Doch
eine Hoffnung lacht
Mir
selbst aus den Gefahren.
Ja,
eine Hoffnung lacht!
MARAGOND
Des
Zornes volle Macht
Wird
er Verdient erfahren;
Die
Qual, die er gebracht,
Er
muß sie selbst erfahren.
O
welche Schreckensnacht!
EGINHARD
Er
malt die Schreckensnacht
Mir
furchtbar; die Gefahren,
Die
Qual, die ich gebracht,
Ich
muß sie selbst erfahren
O
welche Schreckensnacht!
FÜRST
BOLAND
Hinab
in Todesnacht
Send’
ich der frevler Scharen,
Von
meinem Zorn umwacht,
Verschlingen
sie Gefahren.
Verderben
denn und Fluch
Der
falschen Brut!
BRUTAMONTE
Auf
ihrer Größe Trümmer
Blüht
unsers Ruhmes Ziel;
Das
Herz entwöhnt sich nimmer
Der
Rache blut’gem Spiel.
Verderben
denn und Fluch
Der
falschen Brut!
(tritt
in einen maurischen Kapitän)
HAUPTMANN
Gesandte
nahn vom Lager,
Herr,
der Franken.
EGINHARD
Sie
sind’s! Wohl mir, ich atme.
FÜRST
BOLAND
Ha,
willkommen!
HAUPTMANN
Den
Frieden bringen sie, doch auch den Krieg:
so
lautet
ihre Botschaft.
EGINHARD
Hör
sie ruhig.
FÜRST
BOLAND
Die
ersten Opfer zeigst du, Rache, mir!
Sie
megen nahn. Im hohen Fürstenglanze,
empfang’ ich sie,
zur
Strafe sind sie reif: daß mit dem Recht
ich
die Gewalt vergelte.
(Kapitän
geht)
Siebente
Szene
(Vorige,
Rolando, Ogier, i cavalieri, popolo)
(Die
Vorhänge an der Unterseite des Vorhangs öffnet.
Die dunkelhaarige
Menschen, Soldaten, Priester, etc.
der Mädchen. voran in einer
feierlichen Prozession;
Roland, Ogier, Oliver, Guido, Richard, Gerard
und
die anderen Ritter der Delegation folgen.
Es
führt zu
dem Prinzen ein Baldachin von einem Thron überragt,
auf dem
er seinen Sitz nimmt; seine Armeechefs um
ihn herum. Florinda bedeckt
ihr Gesicht mit einem
Schleier,
und steht unbeweglich auf den Stufen
des
Baldachins.
Während der folgenden Refrain, der Ritter
Eginhard erkennen, anzunehmen und manifestieren
ihre Freude, ihn wieder unter
ihnen. Eginhard
auf
den ersten Blick, es zu genießen, aber dann fällt
zurück in
seine Melancholie. Die Ritter, tragen ihre
Fahnen, aufgereiht vor dem
Thron.)
Nr.
11 Chor
MAUREN, FRANKEN
Laßt
Friede in die Hallen
Des
Fürstensitzes ziehn,
Wenn
Jubellieder schallen,
Muß
auch die Palme blühn.
Ihr
Himmelsmachte sendet
Die
Ruhe diesem Land,
Der
Gaben höchste spendet,
Der
Eintracht heilig Band!
ROLAND
Uns
sendet Karl, mein Herr,
der
Franken König,
die
Eintracht und den Frieden Euch zu bitten.
FÜRST
BOLAND
Eh’
Ihr vermessen meinem Throne nahet,
mögt Ihr der Sitte hier Euch
unterziehn
und Eurer Waffen stolzen Prunk entbehren;
es soll der
Bittende nicht trotzend nahen.
ROLAND
Nicht
Trotz noch Bitten kennet Roland.
FLORINDA
Er
ist es!
MARAGOND
Wer?
FLORINDA
Den
ich vermißte.
MARAGOND
Schweig!
ROLAND
Doch
sei Euch dieser Wunsch gewährt.
(legt
sein Schwert; die anderen Ritter das
gleiche tun)
FÜRST
BOLAND
Nun
sprich! Gegönnt sei dir das Wort.
ROLAND
In
dieser Ritter Mitte nah’ ich,
Fried’
Euch bietend
FÜRST
BOLAND
Den
Frieden? Wohl! Um welchen Preis?
ROLAND
Erst
denket, was Euch. bedroht.
Geschlagen
ist das Heer,
mit
Schmach ward seine Flucht bedeckt.
Eu’r
Sohn...
FLORINDA
Mein
Bruder!
ROLAND
Schon
Euer Fierrabras hat zwanglos unser’s
Glaubens Macht
gehuldigt,
drum zaudert nicht...
FÜRST
BOLAND
Wie?!
Hatt’ der Frevler das?
Dann
treffe ihn mein Fluch
und euch,
Verruchte, ihr nicht scheuet, dem gebeugten
Vater
solch schlimme Märe schamlos zu
verkünden!
Euch
soll der Tod in diesen Mauern finden!
Ergreift
sie!
ROLAND, RITTER
Uns
schützet der Gesandtschaft Recht.
FÜRST
BOLAND
Der
Feige ist des Mächt’gen schwacher
Knecht.
Nr.
12 Terzett mit Chor
FÜRST
BOLAND
Im
Tode sollt ihr büßen,
Was
Übermut gewagt;
Bald
deckt zu meinen Füßen
Euch
Nacht, die nimmer tagt.
ROLAND, RITTER
Das
Leben leicht zu lassen
Ist
frommer Ritter Pflicht;
Doch
der ist schwer zu hassen,
Der
Wort und Ehre bricht.
FLORINDA
O
schütz’ ihn vor Gefahren,
Du
ew’ge Himmelsmacht.
FÜRST
BOLAND
Ihr
sollt es bald erfahren,
Wie
euch mein Grimm verlacht.
DIE
MAUREN
Bald
sollen sie’s erfahren,
Daß
seine Rache wacht.
FÜRST
BOLAND
Fort!
in des Kerkers Grauen
Büßt
ihr den freveln Wahn.
FLORINDA
Muß
ich ihn elend schauen,
Zur
Rettung treibt’s mich an.
ROLAND, RITTER
Mit
männlichem Vertrauen
Gehn
wir die Todesbahn.
MAUREN
Auf
Glück dürft ihr nicht bauen,
Bald
ist’s um euch getan.
FÜRST
BOLAND
Im
Kerker wachet für ihr Leben,
Bis
sie der Strafe Arm ereilt.
ROLAND, RITTER
Des
Königs Rache mach’ dich beben,
Weil
er zum Schutz der Freunde eilt.
MAUREN
Wir
wachen strenge für ihr Leben,
Bis
sie der Strafe Arm ereilt.
FLORINDA
Ach
Vater, hab Erbarmen!
FÜRST
BOLAND
Dich
rührt ihr wohlverdientes Los?
FLORINDA
(für
sich)
In des Geliebten Armen
Ereil’
auch mich das Todeslos.
(Die
Ritter werden ganz von den Mauren
umringt.
Alle kommen mehr nach vorn )
FÜRST
BOLAND
Sie
sollen erblassen
In
heimlicher Not,
Die
Feinde zu hassen
Ist
Rachegebot.
FLORINDA,
ROLAND, RITTER
Das
Leben zu lassen
In
peinlicher Not!
Es
heischet sich fassen
Zum
schmählichen Tod.
(Die
Ritter werden mit Gewalt, von den Kriegern
und dem Volke begleitet, abgeführt.
Der Fürst
entfernt sich mit seinem
Gefolge. Florinda bleibt
allein zurück;
sie entschleiert sich)
Achte Szene
(Florinda
allein)
FLORINDA
So
ist er’s denn! Doch wie muß ich ihn finden!
Mir
kaum genaht und schon dem Tod verfallen!
O
herber
Lohn der treu bewahrten Liebe.
(entschlossen)
Du
willst es, Vater - wohl, ich bin gefaßt.
Um
ihn verleugn’ ich selbst des Blutes Rechte,
die
schwach nur an des Lebens Gkick
mich
binden; ich rette ihn
und
gält’s den höchsten Preis,
in
mir soll er die Treue wiederfinden.
Nr.
13 Arie
FLORINDA
Die
Brust, gebeugt von Sorgen,
Bestürmt
des Schmerzes Glut;
Ja,
tage, wilder Morgen,
Dein
Segensgruß ist Blut!
Des
Weibes sanfte Sitten
Zerstört
der Drang der Not,
Und
mit der Furien Wüten
Verbreit’
ich Schreck und Tod.
(geht
schneller)
Neunte
Szene
(Gemach
in einem festen Thurm, mit einer starken
eisernen Thüre verschlossen.
Nahe der Thüre ein
Lager.
Einige
Stufen führen nach oben zu einem
vergitterten Fenster.
Nacht)
Nr.
14 Chor der Ritter
EGINHARD, OGIER
ROLAND, RITTER
(si
tendono reciprocamente la mano)
O
teures Vaterland! Verlassen
Weilt
deiner Söhne treue Schar;
Den
soll des Todes Graun erfassen,
Der
deines Ruhmes Kämpfer war.
O
teures Vaterland!
Ach,
fern von heimischen Gefilden
Droht
des Verderbens bittre Schmach,
Und
bald zerfließt in Luftgebilden
Die
Hoffnung, die das Schicksal brach.
O
teures Vaterland!
ROLAND
So
enden sie, des Ruhmes schöne Tage!
Die
wir im Schlachtensturm das Glück bezwungen, uns streckt Verrat gleich
dem Verbrecher hin!
Zu
viel für eines Mannes mut’ge Seele Ist
das Gefühl der Ohnmacht?
Trag’
ich’s noch? O, dal sie nahten,
die
verhaßten Schergen,
mit meinem Leben strömt mein letzter Fluch!
OGIER
Ergib
dich, Freund, dem eisernen Geschicke, wie
du,
erwählt zur fürchterlichen Sühne, sich deine
Brüder
hier; drum fasse dich.
ROLAND
Nicht
Fassung ist’s, die mir gebricht,
nur
Rache und Wut erfüllt
die
hochempörte Brust!
Und
eine Hoffnung, ach, die ich genähret,
die
mich getäuscht: Florinda, Dich zu finden!
Wohlan,
ich habe alles aufgegeben.
Reicht
eure Hände mir,ihr Todesbrüder.
Wir
sind gefaßt,
er
sinke auf uns nieder!
EGINHARD
Ich
stürbe gern,
drückt’
eine Schuld mich nicht!
ROLAND
Dal
dein begonnen Werk erfolglos endet?
Ja,
hart ist’s, kaum des Ruhmes Bann
zu
wandeln, und dem
Verderben
schon geweiht.
EGINHARD
Nicht
das ist’s, was mich quält.
Am
Rande des Verderbens
vernehmet
meine Schuld
und
fluchet mir!
Ich
trag’ sie ungetilget aus dem Leben.
DIE
RITTER
Entsetzlich!
EGINHARD
Emma!
OGIER,
ROLAND
Emma,
die Prinzessin?
EGINHARD
Geheime
Liebe bindet unsre Herzen.
ROLAND
Verwegener,
was tatest du?
EGINHARD
Noch
mehr:
Vom
König überrascht bei unsrer
Trennung,
gilt Fierrabras für den Verführer –
Und
verhaftet wird der treue Freund um mich,
den
Schein
der Schuld mit reiner Seele tragend.
Kehr’
ich nicht bénît, den Frevel zu bekennen,
so
fällt auch er durch mich, ein Opfer des Betrugs!
(Er
bricht zusammen und bleibt liegen auf
einem
Stein, wie ohne Wissen,
ohne
an all das folgt.)
DIE
RITTER
Ha,
schändlicher Verrat!
ROLAND
Das
konntest du?
Die Schmach, tilgst du sie nicht, folgt dir zum Grabe!
Nr.
15 Melodramma
Nr.
15a Melodramma, Recitativ und Ensemble
(Ein
plötzliches Geräusch von außen wecken
die Aufmerksamkeit aller, mit
Ausnahme von
Eginhard;
die
Ritter die Tür zu nähern)
DIE
RITTER
Ha!
Was ist das?
OGIER
Schon
nahn des Wütrichs Schergen.
ROLAND
Sie
mögen kommen. Männer finden sie.
(si
sente un colpo soffocato)
OGIER
Die
Pforte wird geschlossen.
OLIVIER
Auf
der Treppe...
bewegt
sich’s nun
(Ogier
steigt bis zur Eröffnung)
OGIER
Verwundet
flieht ein Maure
vom
Tor des Turms. Der Pförtner ist’s
Was
mag das sein?
OLIVIER
Die
Nacht läßt’s kaum mich unterscheiden.
(Laut
an die Tür des Zimmers,
Diplomarbeit werden die Ritter warten)
ROLAND
Gefaßt!
DIE
RITTER
Es
starrt das Blut mir in den Adern!
Zehnte
Szene
(Nach
einer Weile die Zeit, öffnet sich das Schloss
mit
Schwierigkeiten. öffnet sich die Tür plötzlich auf.
Florinda platzt, mit einem Schwert in der
einen
Hand
und einer Fackel in der anderen)
DIE
RITTER
(erstaunt,
zurücktreten)
Ein
Weib!
FLORINDA
Wo
ist er? Nicht des Todes Grauen
Hemmt
meiner Schritte schnellen Lauf;
Nur
ihn, den Teuren, rang ich schauen,
Dann
flieh’ des Lebens letzter Hauch!
Ach,
mein Roland!
(Sie
fiel erschöpft in die Arme der Knights. Gehör
seinen Namen ausspricht, wacht
der
Schwerpunkt
der Roland auf; Er
beleuchtet
Florinda mit der
Fackel, die
abgerissen
wurde)
ROLAND
Gerechte
Vorsicht,
Ja,
sie ist’s! Florinda!
DIE
RITTER
Wie,
diese wäre Florinda?
ROLAND
Am
Rand des Grabes mag ich finden
Das
Glück, das Mißgunst mir entzog!
Ich
fühl’s bei jeder Hoffnung Schwinden
Dag
mich die höchste nicht betrog.
(Nachdem
er sie in seine Arme
und
wandte
sich an die Ritter)
Schnell,
Hilfe schaffet erst der Teuren,
dag
zur Besinnung schnell sie wiederkehre.
(Die
Ritter gehen auf der Suche nach Wasser
in
einem Behälter, der in einer
Ecke
des Raumes
befindet. Florinda
öffnet
seine Augen)
Laßt
sie, schon ist wieder sich bewußt.
FLORINDA
Wo
bin ich? Wo bin ich?
ROLAND
In
meinem Arm, in deiner Freunde Mitte
Vernehmt
es, Brüder! Ich hab’ sie gefunden,
Es
kehrt das Glück! Wie das Geschick auch
wüte,
Auf ewig bleibst du mir verbunden
Nr.
15b Duett mit Chor
ROLAND
Selbst
an des Grabes Rande
Erwacht
das Leben neu,
Vom
düstern Todesbande
Macht
uns die Liebe frei.
FLORINDA
Entzücken
strömt und Leben
In
die gequälte Brust,
Das
Herz fühlt Wonnebeben
Die
Seele Himmelslust.
BEIDE
Wie
leicht wird so die Todesstunde,
Da
Leben quillt vom teuren Munde.
RITTER
Heil
ihrer Herzen schönem Bunde,
Er
mßu gedeihn in solcher Stunde.
ROLAND
Entzücken
strömt und Leben, ecc.
FLORINDA
Das
Herz fühlt Wonnebeben, ecc.
DIE
RITTER
Heil
ihrer Herzen schönem Bunde, ecc.
OGIER
Nun
fasset euch, gemessen ist die Frist, bedenkt,
gezählet
sind die Augenblicke, und die Gefahr,
der Tod vielleicht schon nah.
FLORINDA
Ihm
zu entgehn, bah’ ich das Glück versucht,
und
bis
hierher gelang das kühne Spiel!
Verloren seid
ihr,
kann ich euch nicht retten.
In eure Haft gelang
es
mir, zu dringen,
der schwache Arm hat starke
Tat
geübt;
für euch, für dich, du Quelle meines
Sehnens!
Von
mir verwundet, floh der feige Wächter,
und mächtig
seid ihr nun der
sichern Pforte;
Drum eilet, flieht eh’ noch
des Vater
Grimm
euch ganz erreich,
bald
könnt’ er rächend nah’n.
Ich
flieh’ mit euch, nichts kann mich hier mehr binden;
o zaudert nicht!
Im
Dunkel dieser Nacht,
eh’
uns ein Späherblick erreicht...
ROLAND
So
mutig drangest du zu uns,
nimm
unser Blut
und
Landes siehst du hier,
sie
danken alle gern dir ihr Geschick.
N°
16 Chor und Melodramma
RITTER
(zu
Florinda)
Der
Hoffnung Strahl, den du gegeben,
Er
leiht uns Mut zu neuem Leben.
OGIER
Nun
rasch zu Tat!
ROLAND
Mög’
der Erfolg sie krönen.
DIE
RITTER
Vor
herber Leiden Qualen,
Aus
harter Todesnot,
Laß
uns zur Freiheit wallen,
O
großer, ew’ger Gott!
Und
süße Labung lege
Ins
Herz, wenn Trost gebricht;
Die
grauenvollen Wege
Erhell’
der Hoffnung Licht!
(Von
außen ein Aufruhr, die steigt, spüren
ist;
fühlen sich vor allem
die
Töne der Trompeten
und
Trommelwirbel)
Ha,
neue Qual!
(Screams
maurischen Krieger)
FLORINDA
(am
Fenster)
Wir
sind verraten
Der
Elende, den ich verjage, er cille,
schnell meine Tat verkündend, zu
dem Vater.
Uns
wird Gewalt bezwingen!
ROLAND
(Ich
das Fenster sah auch)
Fürwahr!
Doch was nun mn?
Nicht
widerstehn kann dies Gebäude
lange
ihrem Wüten.
Der
Turm wird uns nicht schützen!
(Wachsende
Lärm, der von außen
kommt
und
Broken Beats)
OGIER
Schon
nahen sie dem Tore. Vergebens
Fest
verschlossen trotzt
es
der eitlen Macht.
ROLAND
O
hatt’ ich Waffen!
OLIVIER
Zum
Sturme rüstet sich das Heer.
FLORINDA
(nach
kurzem Nachdenken)
Waffen?
Besinn’
ich mich, so liegt in den Gemächern hier
manche
Rüstung noch verwahrt.
DIE
RITTER
Laßt
sehen!
FLORINDA
Ihr
möget selbst euch überzeugen.
OGIER
(zu
Ritter)
Folgt
mir!
(Die
Ritter kommen alle, aber Rolando. Während
dieser Zeit wurde der Lärm immer
noch erhöht. Shouts,
Trommeln
und
Trompeten kündigen den Angriff; Sie
sehen das Fenster Glut gegen den
Turm
geworfen)
ROLAND
Was
nun beginnen, Tod ist überall!
Bleibt
heut’ auch Frist, was bringt der nächste
Morgen?
Ein
Mittel gäb’s noch;
Doch
kühn! – Es sei! Zu wagen
Ist
nichts in der Verzweiflung Schreckenstagen.
DIE
RITTER
(abgedeckt
mit Pfeil und Bogen,
Speeren
und
anderen Waffen)
Gefunden
ist der Schatz!
ROLAND
Mögt
ihr ihn teilen! Nun hört! Schon stürmen sie,
es gilt kein Weilen;
wir halten uns hier nicht,
drum
Rasch
zum Handeln!
DIE
RITTER
(Für sich)
Was
mag er wollen?
ROLAND
Von
der Nacht begünstigt,
dring’
ich im Sturm durch jene kleine Pforte,
die,
als wir hergeführt, uns aufgenommen.
(Drums
weiterschlagen)
FLORINDA
Nein!
ROLAND
Der
Mauren Schar durchflieg’ ich. In wenig
Stunden
an der Grenze, bring’ ich morgen sichre
Hilfe
uns herbei, indes ihr heure
noch
den Turm verteidigt.
FLORINDA
Du
weihest dich dem Tod!
ROLAND
Er
trifft uns hier weit sichrer
noch
und Schneller.
OGIER
Klug
ersonnen, und Roland wert ist dieser Plan.
ROLAND
Hört
ihr’s? Schon tobt der Sturm...
FLORINDA
O
bleib!
ROLAND
Gebt
mir ein Schwert!
EGINHARD
(die
sorgfältig auf die Worte von Roland
gehört
hat, und bestand darauf,)
Mir
sei’s gegönnt, dich zu geleite.
ROLAND
Wohl!
Die
Schuld, die, Unglücksel’ger, du zu tragen,
verdient,
das Leben für den Freund zu wagen.
EGINHARD
(freudig)
O
mechte erst der Rettung Werk gelingen,
dann
will
ich gern mich selbst zum Opfer bringen!
ROLAND
Die
Teure wahret mir mit eurem Leben!
Schon rast der Feind.
Nur Mut! Seid
eurer wert!
OGIER
Zur
Zinne schnell hinauf! –
Euch
leite Gott durch
der
Gefahren schreckensvolle Mitte.
Nr.
17 Finale
(Die
Ritter sind Pfeil und Bogen zu halten
ganze Zeit, dass der Angriff
fortgesetzt)
Nr.
17a Terzett und Chor
EGINHARD,
ROLAND
Uns
führt der Vorsicht weise Hand
Für
treue Lieb’ und Vaterland.
DIE
RITTER, FLORINDA
EGINHARD,
ROLAND
Das
Schwert mit Macht zu Schwingen,
Wenn
Recht und Freiheit bricht,
Der
Rache Opfer bringen,
Ist
heil’ge Ritterpflicht.
FLORINDA,
EGINHARD, ROLAND
Sie/Uns
führ’ der Vorsicht weise Hand
Für
treue Lieb’ und Vaterland.
DIE
RITTER
Das
Schwert mit Macht zu schwingen, ecc.
EGINHARD,
ROLAND
FLORINDA,
DIE
RITTER
Lebt
wohl!
(Schütteln
sie zueinander. Rolando, Eginhard und
die
anderen Ritter, alle bewaffnet, gehen
aus
der Tür und
die Treppe hinunter.
Florinda
allein, ein Opfer zu
befürchtung
permanent;
ein wenig "läuft zum Fenster,
ein
wenig"
kommt an die Tür. Der Angriff geht weiter.)
Nr.
17b Melodramma
FLORINDA
Schützt
ihn, ihr ew’gen Mächte!
Welche
Wut! O dag er ihr entginge!
Ha,
die Tapfern!
Schon
von der Zinne fliegen
ihre
Pfeile in der Verräter Schar!
Ils
stehen staunend –
jetzt
öffnet sich das Tor!
Mit
blankem Schwert... Roland
stürztmit
dem Jüngling durch die Scharen!
Sie
brechen durch!
Dank
euch, ew’ge Götter!
Er
stößt auf neue Scharen...
kann
er entfliehn?
Rings
mäht sein Stahl!
Sie
fallen, er ist frei!
(kniend)
Darf
ich für seine Rettung euch schon danken?
(Er
steht auf und läuft zurück in Richtung
der Fenster)
Doch
sieh! Von Neuem sind
sie im Gedränge!
(Der
angriff nachlässt und nach. mit
Angst)
Ha!
Sie umgeben ihn!
Rings
wird es stiller!
Ihm
nach fliegen die empörten Scharen.
Noch
blinkt sein Schwert!
O
Gott! So dicht umrungen!
Ihm
bleibt kein Weg!
Es
naht der Feind!
Sie
dränen dichter sich!
O
Schreckenstag! Er flieht!
Dort
sch’ ich ihn... hier... nun da!
Immer
schrecklicher wird das Gewirre!
Er
ist umringt!
Wo
ist er?
Ach!
Gelähmt... seine Kraft!
(Siegesgeschrei
außerhalb)
DIE
RITTER
(außer
Eginhard und Rolando, brach durch
die Tür)
O
Mißgeschick!
FLORINDA
(Er
schreit)
Gefangen!
(auf
den Boden fällt. Ritter umgeben sie
und versuchen vergeblich, siederzubeleben)
DIE
RITTER
Mut
und Besinnung schwinden,
Ein
düstres Todesgraun
Läßt
mich nur Qualen finden,
Zerstört
ist mein Vertraun,
(Stumme
Gruppe des Entsetzens und der
Verzweiflung)
DRITTER
AKT
(Gemach im königlichen Schlosse
mit einem offenen Ausgang in der
Mitte)
Erste
Szene
(Emma mit ihren Jungfrauen ist mit der festlichen
Ausschmückung des
Gemachs beschäftigt)
Nr.
17 - Chor
JUNGFRAUEN
Bald
tönet der Reigen,
Die
Lust füllt das Herz;
Die
Trauer muss schweigen,
Es
weichet der Schmerz,
Die
quälenden Plagen,
Die
Sorgen entfliehn,
In
wonnigen Tagen
Wird
Freude erblühn.
Bald
tönet der Reigen,
EMMA
(us
diesen Tönen strömet Lebenslust)
Aus
diesen Tönen strömet Lebenslust,
Ein
süßer Hoffnungsstrahl in meine Brust,
Mögt
ihr die Wahrheit mir verkünden,
Möcht’
ich mein Glück einst wiederfinden.
Alles
hait’ ich aufgegeben
Was
das Herz mit Lust erfüllt;
Blühte
mir ein neues Leben
Aus
der Zukunft heitrem Bild.
JUNGFRAUEN
Ja,
es blüht ein neues Leben
der
Zukunft heitrem Bild.
EMMA
Blühte
mir ein neues Leben, ecc.
JUNGFRAUEN
Ja,
es blüht ein neues Leben, ecc.
Zweite Szene
(Emma
und Carlomagno)
KÖNIG
KARL
(die
am Ende des Songs kam, nachdem
sie um einen Moment sah)
Mit
Freude seh’ ich,
wie
der Tochter edle Sorge
Heimkehr
festlich hier bereitet. –
Es
ist des Kriegers höchster Lohn,
wird
ihm von zarten Frauenhänden verdienter
Dank
mit frommer Huld gereiche.
O,
wären sie zurück.
Ich
kann es mir nicht hehlen,
mich
quälet bange Unruh’ um der Edlen Los.
EMMA
Wie
meinst du das, mein Vater?
KÖNIG
KARL
Zwei
Tage sind verflossen
und
noch keine Spur
von
ihnen. Nicht ferne ist des Maurenfursten Sitz,
und
kurz und einfach ihre Sendung.
Sollt’
ein Verrat?
EMMA
Um
aller Heil’gen Willen!
KÖNIG
KARL
Sei
unbesorgt. Die Ritter kenn’ ich;
Mut
und Tapferkeit
erfüllet
ihre Brust, und einem Heere widersteht
ihr
Arm; den Einen nur kann - weniger erfahren
-
Gefahr bedrohen ... Eginhard ...
EMMA
Wohl
gar verloren schon? Ihr Himmelsmächte,
schützet
ihn!
KÖNIG
KARL
Du
nimmst den wärmsten Anteil, wie ich sehe.
EMMA
Der
Sehreck... die Angst... die Sorge...
O
mein Vater!
KÖNIG
KARL
Du
kannst sie mir nicht bergen.
(Für
sich)
Ein
furchtbarer Gedanke! -
Wie? Bald soll sich’s zeigen.
(zu Emma)
Wär’
je ein Wunsch in Emmas Brust gedichn,
der ihrem
Vater fremd geblieben? Hätt’ sie’s vermocht,
dem Drang des
Herzens nachzugeben,
und mir verschwiegen, was sie still beschloß?
Wär’ auch ein Frevel selbst die Tat?!
Das erste Recht auf
kindliches Vertrauen hat wohl
der Vater; fordern darf er’s selbst.
Du
schweigst?
Du
hast mich hintergangen!
EMMA
Vernimm
es und verdamme mich!
In
stiller Liebe, hingegeben,
die
willkürlos in unsrer Brust entstand,
entglühten
unsre Herzen.
KÖNIG
KARL
Und
du verschwiegst?
EMMA
Noch
mehr! Die Furcht vor deinem Zorn vermocht’
uns,
selbst die Freundschaft zu verraten.
KÖNIG
KARL
Halt
ein! Das konnte meine Tochter nicht.
EMMA
Verstoße
sie! Sie hat’s getan - in jener Nacht -
KÖNIG
KARL
Sprich,
Unglückselige!
EMMA
Unschuldig leidet
Fierrabras.
KÖNIG
KARL
Wär’s
möglich?
EMMA
Beim
ewigen Gott, nicht er war’s;... Eginhard.
Für ihn
ward schuldlos er zum Opfer,
zur Flucht hat er ihm
selbst die Hand geboten;
nur
Schein war sein Vergehn.
KÖNIG
KARL
Zu
viel!
Schnell, Fierrabras befreiet aus dem
Kerker!
Ihm
sei sein Recht in vollem Maß gegeben
und seine Unschuld reich
belohnt.
(zu
Emma)
Du
geh und büße;
unwert bist du nun des Vaters Liebe.
EMMA
O
Gnade, Vater! Mir und ihm!
Nr.
19 duett
KÖNIG
KARL
(schleudert
sie mit einer Gebärde
tiefsten Abscheus
von sich)
Bald
wird es klar, die Tat muß ich ergründen,
Du
hast des Vaters milde Huld verschmäht!
Wohlan!
Den
Richter sollt ihr in mir finden,
Der
auf verdienten Lohn besteht.
(Karl
ertheilt den Soldaten einen
Befehl, dieselben
gehen ab )
EMMA
Wo
werd’ ich Trost in meinen Leiden finden,
Da
mir des Vaters
milde
Huld entgeht?
Will
er der heil’gen Bande sich entbinden,
So
hat mein Glück
ein
wilder Sturm verweht.
KÖNIG
KARL
Die
Gnade muß weichen,
Der/mein
Grimm nur erwacht;
Und
soll sie erbleichen,
Ich
dring’ durch die Nacht.
EMMA
Die
Freuden entweichen,
Der
Schreck nur erwacht,
Mich
fassen die bleichen
Gestalten
der Nacht.
(Registrieren
Fierrabras, begleitet von Wachen)
Dritte
Szene
KÖNIG
KARL
An
meine Brust, Unschuldiger, Verratner!
(zu
Emma)
Sieh
hier dein Werk und freu dich des Gelingens!
FIERRABRAS
(zweifelhaft)
Du weißt schon, Herr?
EMMA
(mit
Beschämung)
O
herbe Schmerzensstunde!
FIERRABRAS
(nach
einem Blick auf Emma)
Ich übte heil’ge Freundschaftspflicht,
Laß
dies Gefühl auch dem Barbaren,
Die
Leidenstage, ach, sie waren
Für
mich ein wohlverdient Gericht.
EMMA
Die
Scham bedecket mein Gesicht!
KÖNIG
KARL
Noch
fass’ ich seine Worte nicht.
Vierte Szene
(Vorige
und Eginhard)
EGINHARD
(Raiding
mehr Fassungslosigkeit, außer
Atem)
Wo
ist mein königlicher Herr?
EMMA,
FIERRABRAS, KÖNIG KARL
Ach!
Eginhard!
EGINHARD
(dumm,
Fierrabras zu sehen)
Ich
bin’s und fleh’ um deinen Schutz!
Vom
Maurenfürst gefangen,
Bezwungen
immerdar,
Und
treulos hintergangen
Seufzt
deiner Treuen Schar.
KÖNIG
KARL
Entsetzen
bringst du, Unglücksbote,
Ich
rufe Wehe über dich!
EGINHARD
Die
Freunde rette erst vom Tode,
Dann
treff’ des Fluches Fülle mich!
Verworfen
ward die Friedenskunde,
Der
Kerkersschmach ward unser Los;
Dem
Tod verfallen trauert Roland,
Und
kann ich bald nicht Rettung bringen,
So
harrt der andren gleiches Los.
EMMA,
FIERRABRAS, KÖNIG KARL
Ha,
schändlich!
KÖNIG
KARL
Sprich,
was ist zu tun?
EGINHARD
Die
Mutigsten gib mir heraus
Von
deinem tapfern Heere,
Und
auf des Sturmes Flügeln
Eil’
ich zur Rettung hin!
Vertraue
mir die schöne Tat,
Vollführen
will ich sie und – sterben.
FIERRABRAS
Vollbringen
mußt du sie, die Tat,
nach
kühn vollbrachter Heldentat
Wirst
du des Glückes Gunst erwerben.
KÖNIG
KARL
Vollbringen
mußt du sie, die Tat,
Und
selbst im Tode Ruhm erwerben.
EMMA
Zu
schreckensvoll ist solche Tat,
Erliegen
muß er dem Verderben.
KÖNIG
KARL
(zu
Ritter)
Dag
schnell sich alles rüste auf mein Wort, kein
Tapfrer
fehle auf dem Zuge; den schönsten Sieg
gilt’s
zu erringen.
(Ritter
ab. Zu Eginhard)
Dich,
Undankbaren, drücken zwei Verbrechen,
und zweifach ist dein Leben
auch verwirkt.
Ist dir’s zu tun, es wieder zu erringen,
mußt du den
Freunden Schutz und Rettung bringen.
Du,
Fierrabras, den Mut und Taten zieren,
magst,
wenn er fällt,
die
Kriegerscharen führen.
(Karl
Kommt)
Fünfte Szene
(Emma,
Fierrabras, Eginhard)
EGINHARD
O
meine Emma! Einmal noch nenn’ ich
dich
so vor dem verratnen Freund,
eh’
mich des Todes bleiche Schrecken fassen.
Unendlich
war mein Glück wie meine Liebe.
Leb
wohl! Ich kehre nimmer wieder,
und
wenn du kannst, weih eine Träne einst
dem
Frühgefallnen, der, weil er dich entbehrt,
den
Tod mit Lust gewählt.
Leb
ewig, ewig wohl!
EMMA
O
bleibe, Eginhard! Du darfst nicht sterben!
FIERRABRAS
Er
soll es nicht! Beim Ewigen! So lang’ noch Kraft
in
diesen Adern lebt. Für Euch, vernimm’s Prinzessin,
jetzt für die
ich selbst mit heißer Sehnsucht glühte,
für ihn, der meinem Herzen
wert, eil’ ich mit ihm,
der Freundschaft heil’ge Pflicht zu
lösen.
O
zaget nicht!
Dem
tapfern Roland konnt’ ich nur erliegen,
es beugt kein andrer die geübte Kraft;
der Mut entflamntt in oft
bewährten Siegen,
wir retten sie und strengen ihre Haft!
Nr.
20 Terzett
FIERRABRAS
Wenn
hoch im Wolkensitze
Der
Götter Grimm erwacht,
Dann
spott’ ich ihrer Blitze,
Mich
ruft der Sturm der Schlacht,
Um
solchen Preis zu ringen,
Hol’
ich den Siegerkranz;
Es
muß die at gelingen
Imblut’gen
Waffentabz.
Wenn
der Götter Grimm erwacht, ecc.
EGINHARD
Lebt
wohl! Im Todeskampfe klaget
Mein
Herz um das verlorne Glück.
EMMA
Dahin,
wo all mein Hoffen Taget
Sehnt
sich um dich der trübe Blick.
FIERRABRAS
Laßt
nicht vom Wahne euch betrüben,
Geheimist
uns des Schicksals Lauf.
EMMA, EGINHARD
Die
Seelen, die so treu verbunden,
Sie
schweben bald vereint hinauf.
Bald
endet die Leiden
versöhnend
der Tod
Es
heischet zu scheiden
sein
mächtig Gebot.
Leb
wohl!
FIERRABRAS
Bald
endet die Leiden
Des
Siegers Gebot,
Und
lohnende Freuden
Verscheuchen
die Not.
(Fierrabras
zieht das Schwert und geht mit
Eginhard durch die Mitte, Emma
zur Seite ab)
(Verwandlung)
Sechste
Szene
(Das
Innere des Turms wirken Akt II. Die
Ritter,
mit Ausnahme von Rolando und Eginhard sind
damit beschäftigt,
rund um Florinda erschöpft;
Ihre Waffen sind auf dem Boden verstreut.
Olivier
ist die Beobachtung, Fenster)
OGIER
Ergebt
euch standhaft dem Geschick,
noch
ist der Freund uns nicht verloren;
denn
Eginhard entkam.
Auf
eines Mauren Roß sah ich ihn deutlich dem
Gedrang’
entfliehn, als Roland kaum gefangen.
Auf
ihn baut cure Hoffnung,
denn
bei den Unsern ist er schon,
und
eh der Tag sich neigt,
kommt
Rettung aus dem Vaterlande.
FLORINDA
Und
so lang, wähnt ihr,
wird
mein Vater zaudern?
O,
ihr kennt ihn nicht! Was er beschlossen, pflegt
er
schnell entscheidend auszuführen.
Darum
verzweifelt
an
des Teuren Leben!
O,
würde mir mit ihm der Tod gegeben!
Nr.21
Arie mit Chor
FLORINDA
Des
Jammers herbe Qualen
Erfüllen
dieses Herz,
Zum
Grabe muß er wallen,
O
unnennbarer Schmerz!
In
bittrer Todesstunde
Fehlt
ihm der Liebe Gruß,
Und
nicht von Freundes Munde
Wird
ihm der Scheidekuß.
DIE
RITTER
LA
dein Vertraun nicht schwinden
Noch
leuchtet uns ein Hoffnungsstrahl,
Noch
kann sich Rettung finden
Und
spurlos flieht der Leiden Zahl.
FLORINDA
Mit
des Geliebten Leben
Flieht
auch das meine hin.
DIE
RITTES
Vertrauen
und Ergeben
Bringt
lohnenden Gewinn.
FLORINDA
Und
seine Todes Stunde
Bringt
mir Verderben auch.
DIE
RITTER
Des
herzens tiefste Wunde
Heilt
froher Hoffnung Hauch.
Vertrauen
und Ergeben, etc.
FLORINDA
Und
seine Todes Stunde, etc.
Mit
des Geliebten Leben, ecc.
Nr.
21b Marcia funebre (mit melodramma)
und Ensemble
(Olivier
freut sich auf die Fenster, die anderen
sind in einem Zustand der
extremen Spannung.)
FLORINDA,
DIE RITTER
Welch
neuer Schreck!
Was
ist geschehn?
OLIVIER
Vom
Schlosse naht ein langer
Zug
von Kriegern...
Fackeln
überall in den Reihen.
Sie
nain dem Turm,
jetzt
halten sie,
Ein
Holzstoß wird errichtet.
DER
RITTER
Was
sagst du?
OLIVIER
Der
Haufe teilt sich.
FLORINDA
Was
siehst du?
OLIVIER
In
ihrer Mitte... Ha!
FLORINDA
Was
siehst du, Unglücksel’ger?
OLIVIER
Das
Opfer... Roland!
FLORINDA,
DER RITTER
Ha!
ha!
FLORINDA
(Nach
der Reflexion einen Moment,
sammelt
sie seine letzten Kräfte und lief
zum
Fenster, schob eine Hand und
schreit
vor Verzweiflung Olivier)
Erbarmen,
haltet ein!
Verlangt
mein Leben
Und
was ihr wollt,
Für
ihn sei es gegeben!
(sie
sich schnell)
DIE
RITTER
Was
ist zu tun?
Wer
bringt ihm Rettung?
FLORINDA
(die
Ritter)
Nun
gibt’s kein Mittel mehr,
als
mit ihm sterben!
(Sie
reißt den Schleier, die Bindungen an einer
Lanze, die auf dem Boden und die Vorhänge
am
Fenster liegt. Mute Erstaunen
der Knights. Sie
schreit aus dem Turm)
Laß
ab von ihm!
Der
Turm sei übergeben!
(zu
Ritter)
Jetzt
schnell ans Tor hinab,
Die
Riegel laßt erklirren,
Eh’
sie zum Flammengrab
Den
Freund, den teuren, führen.
Hinab!
Hinab!
Jetzt
schnell ans Tor hinab, ecc.
(Alle
sind Laufen)
Siebente Szene
(Esplanade
vor dem Turm. Florinda Schleier hängt
aus dem Fenster, dabei
umrühren.Boland,
die
Mauren, später Roland und die Ritter.
Düsterer Platz
im Schloss. Hinten der Thurm, rechts ein Holzstoss)
Nr.
22 - Chor der Mauren und Ensemble
DIE
MAUREN
Der
Rache Opfer fallen,
Vergeblich
war ihr Drohn;
Laut
wird die Luft erschallen,
Empfangen
sie den Lohn.
(Boland
kommt, von einer Wache umgeben,
und setzt sich links auf
einen Thron)
Zu
spät ist nun ihr Flehen,
Hier
gilt kein Widerstand,
Sie
müssen untergehen
Durch
strenge Richterhand.
Der
Rache Opfer fallen, ecc.
(Roland
und die Ritter werden
zum Holzstoss
geführt)
Achte
Szene
FLORINDA
(Er
warf sich zu den Füßen seines Vaters)
Erbarmen
fleht zu deinen Füßen
Die
Tochter um den Freund gebeugt,
Laß
deine Gnade mich nicht missen
Wenn
schon des Vaters Liebe schweigt.
FÜRST
BOLAND
Verworfene,
mit
ihnen teile
Der
Strafe wohlverdientes Los!
Den
Frevler kann kein Bitten retten.
FLORINDA
Ich
lieb’ ihn, hör es und vergib!
Hier
an des Grabes nahem Rande
Ist
er mein schwer erworbnes Gut,
Uns
ketten ew’ger Treue Bande,
Um
ihn verriet ich Glück und Blut.
FÜRST
BOLAND
Ich
kenne dich nicht mehr, und aufgegeben
Hab’
ich des Vaters milde Pflicht;
Dem
Feinde hat der Sohn sich leicht ergeben,
Die
Tochter übt Verrat –
ich
kenn’ euch nicht!
DIE
RITTER
Kann
dich ihr Schmerz nicht rühren?
Uns
schone nicht, nur sie.
DIE
MAUREN
Ihr
Schmerz kann nicht verführen,
Verschonet
ihrer nie.
FÜRST
BOLAND
Mich
kann ihr Schmerz nicht rühren,
Mit
ihnen falle sie.
Ergreift
sie! Fort!
FLORINDA
Vergib,
vergib!
ROLAND
Die
Tochter mußt/soll du, Wütrich, schonen!
Soll
kein Gefühl in deinem Busen wohnen?
FÜRST
BOLAND
Zum
Tode fort!
Den
finstern Höllenmächten
Verfallen
ist der Franken freche Brut!
DIE
MAUREN
(Florinda
und Inhaftierung die Ritter)
Nie
soll der Schwache mit dem Glücke rechten,
Denn
jede Schuld zahlt er mit seinem Blut.
DIE
RITTER
Zum
grausen Tod in finstren Höllenmächten
Verdammet
uns der Feinde tolle Wut.
BRUTAMONTE
(Er
platzt plötzlich)
Herr,
rüste dich und fliehe, wenn du kannst!
Verheerend
sind die Feinde eingedrungen:
im
wilden Sturm naht siegend ihre Schar,
von einem
Jüngling kühn geführt.
Nicht
möglich ist hier mehr Widerstand;
die
Unsern fliehen
von
Furcht und Schrecken übermannt,
drum eile,
dich selbst zu retten,
wir
beschützen dich.
FLORINDA,
DIE RITTER
Die
Rettung naht, die Hoffnung ist erfüllet.
FÜRST
BOLAND
Sie
sollen ihrer Beute sich nicht freun,
zu
Boden schnell mit den Verrätern!
Ihr
andern, folget mir!
(Von
außen ist die Hitze der Schlacht kommt. Die
Mauren sind gruppiert;
ein
Teil von ihnen ist bereit,
auf den
Ritter
begeben, mit gezücktem Schwert;
Prinz
zieht Florinda mit ihm und geht laufen, um
den Turm)
Neunte
Szene
(Vorige, Eginhard und Ritter, Fierrabras)
23 Finale
(Fierrabras
und Eginhard und bewegen sich mit
einem
Trupp Soldaten Franken. Eginhard befreit
Herren,
Rolando ergreift ein Schwert, öffnet sich ein
Durchgang zwischen einer Gruppe von Männern
und
inhaftiert den Prinzen zu der Zeit bei
der Vorbereitung
der Turm mit Florinda eingeben. Mit
einer Hand
umfasst Florinda, und mit der anderen
das Schwert
schwingend gegen den Prinzen;
sondern wird durch
Fierrabras gestoppt, die
genau zu der Zeit, als der
Prinz ist im Begriff, durch
das Schwert durchbohrt
werden, Rolando
kommt)
Nr.
23a Recitativ
FIERRABRAS
(zu
Rolando)
Halt
ein, er ist mein Vater.
FLORINDA
Verschone!
(Die
Mauren besiegt.
Ritter
umgeben Eginhard)
DIE
RITTER
(zu
Eginhard)
Hab
Dank, du mutiger Erretter!
(Auftritt
Karl, Emma und ihre Gefolge)
Zehnte
Szene
(Vorige, Karl, Emma und Gefolge)
Nr.
23b Ensemble
KÖNIG
KARL
Der
Sieg begleitet meine tapfern Heere
(zu
Eginhard und Fierrabras)
Doch
euch geziemt
des
Tages hohe Ehre.
Den
Heldenruhm, den ihr erfochten,
Ihm
sei auch euer Glück verflochten.
(zu
der Prinz)
Ihr
saht das Glück sich günstig für uns wenden;
gefiel’s
Euch nun des Zwistes Grund zu enden.
FÜRST
BOLAND
Durch
Wahn und Täuschung war mein Herz gebunden;
Sie
sind besiegt – den Sohn hab’ ich gefunden.
CHOR
(während
dessen die Mauren den
Rittern die
Fesseln abnehmen)
Die
tat ist gelungen,
Das
Glück ist errungen,
Der
Friede erwacht
Aus
blutiger Nacht.
EGINHARD
(Absetzen
sein Schwert des Königs Füße
und Knie)
Nun
naht der Frevler reuig zu des Richters Füßen,
Bereit,
in harter Strafe seine Schuld zu büßen.
KÖNIG
KARL
Gesündigt
hast du frech an meiner Gnade,
EMMA
O
Gott!
KÖNIG
KARL
Und
irrtest selbst vom Freundschaftspfade.
Doch
hat dein Muth meinen Zorn versöhnt,
EMMA
Mein
Vater!
EGINHARD
O
mein königlicher Herr!
CHOR
Gepriesen
sei des Fürsten Huld,
Der
so belohnt versöhnte Schuld!
KARL
(zu
Fierrabras)
Doch
jetzt, mein tapfrer Ritter,
mag dein Glück ich beschliessen,
(Er
ergreift Emma's Hand und will sie
dem
Fierrabras zuführen Erlittnen
Schmerz
mag Liebesglück versüssen)
FIERRABRAS
(nimmt
die angstvoll stockende Emma bei
der Hand )
Wer
jauchzte nicht ob solcher Freudenkunde,
Lacht
ihm die Liebe von so holdem Munde,
Doch
Emma's Liebe ist nicht mein!
Ihr
Herz hat längst gefunden,
Mit
dem sie treu verbunden,
Dem
tapfern Eginhard gehören meine Rechte.
(Emma
sinkt, von den Gefühlen der Dankbarkeit
überwältigt, an
Fierrabras'
Brust, der sie und
Eginhard
zu Karl geleitet. Karl fügt lächelnd
Emma's und Eginhard's Hände
in einander )
CHOR
Ihr
Herz hat längst etc.
KARL
(zu
Fierrabras)
Und
du, mein Held, wo ist ein Lohn,
der
deiner würdig wäre?
FIERRABRAS
(mit
Stolz)
Dem
grossen Karl zu dienen,
ist
mir Glück und Ehre!
KARL
(zu
Eginhard)
Die
besten Diamant-Königskrone
nur Ihre Belohnung sein.
CHOR
Ihr
Herz hat längst etc.
FÜRST
BOLAND
(Florinda
Hand setzen auf
Roland)
Mög’
sie Euch das erlittne Leid
vergelten.
KARL
(zu
Fierrabras)
Und
du, mein Held, wo ist ein Lohn,
Und
du, mein Held, der die erste,
sich selbst zu überwinden
und kämpfen
Sie für Ihren Freund waren
der deiner würdig wäre?
FIERRABRAS
(indem
er sich in der Mitte der Ritter. Mit
Stolz)
Den
Weg des Ruhms zu bahnen,
An
kampfes Lust gewohnt,
Sei
unter diesen Fahnen
Mir
jede tat gelohnt.
(Die
Ritter, die einen Kreis um Fierrabras es,
nehmen Sie Ihre Hände und winken dem
Banner
der Franken)
DIE
RITTER
Ja,
folge unsren Fahnen,
An
Siegeslust gewohnt,
Wo
sie die Wege bahnen,
Wird
hoch der Mut belohnt.
Nr.
23c Recitativ und Canto finale
KÖNIG
KARL
Nun
laßt des langersehnten Glücks uns freuen,
Den
fernen Schmerz soll keine Macht erneuen.
Vereint
durch Bruderbande
Gedeiht
nur Menschenglück,
Es
weilt im Vaterlande
So
gern der Söhne Blick.
CHOR
Nach
langer Leiden Qualen
Erwacht
die reine Lust,
Und
Jubellieder schallen
Aus
der entzückten Brust.
EGINHARD, FIERRABRAS
ROLAND, KÖNIG KARL
In
Nebel zerronnen
Sind
Schrecken und Pein,
Das
Glück ward gewonnen
Durch
Treue allein.
Ja,
zerronnen sind Schrecken und Pein,
Ja,
gewonnen durch Treue allein.
FLORINDA
In
Nebel zerronnen sind Schrecken und Pein.
Ja,
gewonnen durch Treue allein.
EMMA
Das
Glück ward gewonnen durch Treue allein.
TUTTI
Nach
langer Leiden Qualen
Erwacht
die reine Lust,
Und
Jubellieder schallen
Aus
der entzückten Brust.
CHOR
Nach langer Leiden etc.
EGINHARD,
FIERRABRAS, KARL
ROLAND, EMMA, FLORINDA
In Nebel zerronnen
Sind Schrecken und Pein,
Das Glück ward gewonnen
Durch Treue allein.

|
ACTO
PRIMERO
(Sala
de las doncellas en el castillo real,
al fondo una puerta y una ventana)
Escena Primera
(Emma y sus jóvenes damas
de
compañía están hilando)
1 Introducción
CORO DE DONCELLAS
El redondo hilo de plata
corre con destreza en la mano;
y va tejiendo una prenda de amor
que
sea para
bien y nunca para hacer daño.
UNA DONCELLA
Apenas nacido el niño,
que
lleno de vida saluda al mundo,
lo envuelve el paño
tejido por las hilanderas.
LAS DONCELLAS
El brillante hilo de plata corre...
UNA DONCELLA
Para
ese día de felicidad,
para
el alegre día de la boda,
la
mano de la hilandera entreteje
el
más bello vestido de novia.
LAS
DONCELLAS
El
brillante hilo de plata corre...
EMMA
(que
ha estado sumergida en una
profunda
meditación, se levanta)
A
esta
hermosa canción aún le falta una estrofa,
y ciertamente
que es menos afable
pero
es la infausta verdad.
Ella
concuerda plenamente con mi estado de ánimo
y mi
corazón se siente aliviado
cuando
repito sus palabras:
Aún
para el sepulcro hace su aporte
la
hilandera que teje un paño,
pues tanto
sirve para llorar la traición
como para
ser mortaja en la tumba.
(Emma
se levanta y camina lentamente hacia
la
ventana, donde se detiene pensativa.
Las
doncellas
suspenden su
trabajo y se dirigen
hacia
la izquierda)
EMMA, LAS DONCELLAS
El redondo hilo de plata
corre con tristeza en la mano
y esta prenda tejida con pena
será el precio de un amargo dolor.
(Las doncellas salen)
Escena Segunda
(Eginhard, que ha entrado durante la última
estrofa
y escuchó inmóvil en el fondo de la sala,
se adelanta al finalizar el canto)
EMMA
(sorprendida y luego tierna)
¡Ah, eres tú!... Has estado escuchando...
No es muy galante por tu parte
sorprender
los secretos de las damas sin ser invitado.
EGINHARD
(visiblemente
agitado)
Esa no ha sido mi intención, princesa,
lo
que me trae hasta aqui
es
transmitirte un
alegre mensaje.
EMMA
¿Para mí? ¿Y traído por ti?
Tiene que ser muy dichoso.
EGINHARD
(para
sí)
¡Justo
cielo! ¡Ahora! ¡Precisamente ahora!
EMMA
Y
bien, ¿cual
es el mensaje?
EGINHARD
Tu padre, nuestro señor y rey...
EMMA
¿Mi padre? ¡Habla!
¡Dame el mensaje!
¿Te ha transmitido algún alegre anuncio?
EGINHARD
Ha vencido al enemigo
y
dispersado
a los ejércitos árabes,
haciendo miles de prisioneros.
Luego, ha
reunido
a
los musulmanes más notables
y les ha obligado
a firmar la capitulación.
EMMA
(con inquietud)
Entonces ¿va a regresar?
EGINHARD
A
la cabeza de su corte se dirige hacia el castillo.
EMMA
¡Ah!
EGINHARD
¡Domínate! ¡La noticía te ha perturbado, princesa!
¡Si
te traicionas, estaremos perdidos!
EMMA
¡Estamos
solos, quizás, por la última vez!
¡Ah,
Eginhard! ¡Mi alma experimenta
una
angustia nunca advertida antes!
¿Qué
hemos hecho?
EGINHARD
Lo
que nuestros corazones ya no pueden disimular.
Tú, hija de un gran rey,
que desea dominar el mundo;
yo,
hijo de un pobre gentilhombre,
que
apenas si ha sido nombrado caballero.
¡Ah, te será fácil olvidarme!
Una palabra,
una
mirada serán suficientes,
para
precipitar al abismo
al réprobo
que
ha osado entregar su corazón
y
su mano a la hija del rey.
EMMA
Tú
conoces al rey tan bién como yo:
él
es severo, pero también clemente,
y
pone por encima de todo el deber y el honor.
Ciertamente,
si se enterara que mientras
él
estaba combatiendo al enemigo,
nuestros
corazones se han entregado al amor,
nos maldeciría;
pero tengo
esperanza y
confío
en el tiempo y
en nuestro coraje.
EGINHARD
¿Como?
¿Todavía puedo
vislumbrar
una esperanza?
EMMA
Logra
su confianza, puesto que ya tienes su favor.
Los caminos de la gloria y el honor
se
abren para ti.
¡Recórrelos valientemente por
mí!
Que
el amor sea tu bandera en la victoria.
Cuando hayas alcanzado
ese objetivo
y seas
digno de su reconocimiento,
póstrate
a sus pies para confesarle
tu amor por mí.
Él no discutirá
la
pérdida de su hija
pues ella ha
dado su
corazón y su mano
al amigo aceptado.
EGINHARD
¡Oh
Emma! ¡Celeste y dulce imagen!
¡Me devuelves el coraje y la vida!
2
Dúo
EGINHARD
¡Ay,
que nuestra felicidad pueda,
evadiendo
la noche,
lanzarse
bien pronto en alas de la esperanza!
EMMA
Nos
proyectamos hacia ese lejano horizonte
con
el ardor del puro amor que nos invade.
AMBOS
El
alma está ansiosa por preservar en secreto
el fiel amor de su
corazón.
Aunque
la suerte nos haga sufrir
siempre
le sonríe al que le es fiel.
(Rumor
detrás de la escena)
EGINHARD
El Rey llega;
¡adiós!
(Emma sale)
Escena Tercera
(Suntuoso
salón de ceremonias en el castillo.
Carlomagno
está circundado por Rolando, Ogier,
Olivier,
Gui, Richard, Gerard, Eginhard y por
muchos
nobles de su séquito. Avanza
en solemne
cortejo y sube al trono
situado
a la izquierda, entre
las aclamaciones
del
pueblo que entra en la sala.
Caballeros,
damas pajes y soldados de la guardia.
Estos últimos, llevando los trofeos
conquistados,
marchan a la
cabeza)
3 Marcha y Coro
CABALLEROS
Él
trepa sobre los empinados senderos
que
llevan a las puertas de la gloria;
él
rechaza las vanas palabras,
sólo
la acción tiene valor para él.
DONCELLAS
¡Ahora,
engalanemos al vencedor,
adornemos
su frente con una fresca corona!
El
laurel circunda su cabeza,
sus
ojos irradian coraje.
TODOS
Él
trepa sobre los empinados senderos... etc.
CARLOMAGNO
La
bendición del cielo ha concedido
su
favor a nuestras armas.
Nuestras
fronteras
están seguras.
El
loco furor del enemigo ha sido sofocado
y
los
horrores de la guerra se han acabado.
Por
mucho tiempo reinará la paz en mis dominios.
Ninguna desgracia - espero –
amenazará
este reino.
Pero
para que la santa voluntad divina
concrete
sus resultados, vosotros:
Rolando, Ogier
y
tú, Eginhard,
como emisarios,
mañana
al alba partiréis...
(Eginhard
duda temeroso, pero pronto parece
reponerse y se inclina hacia
los
otros.)
... junto
con otros cinco héroes de mi ejército,
hacia
el campamento del príncipe de los musulmanes.
Ofrecedle
celebrar la paz
y aseguradle la buena vecindad,
siempre y cuando acepte compartir con nosotros
la
verdadera fe y no se niegue a devolver
las
reliquias que nos ha robado.
Partid
y, con la ayuda del eterno Dios,
cumplid
con éxito vuestra misión,
pero
antes repartiros
el
botín de guerra obtenido en la victoria.
Conjunto
4a Recitativo y Coro
OGIER
Señor,
autoriza que los soldados se repartan el
botín;
para nosotros, tu favor,
es
suficiente recompensa.
ROLANDO
Yo
tengo otro deseo que formular;
¡que
mi rey acepte escucharlo!
CARLOMAGNO
Habla, considéralo ya concedido.
ROLANDO
¡Id, soldados, conducid a
los prisioneros
ante del trono del
rey!
Y
que tu clemencia no se transforme en cólera.
CARLOMAGNO
No
comprendo aún...
ROLANDO
Mi
rey, es necesario que me escuches.
(Durante
el coro que sigue,
los prisioneros
árabes
son conducidos
ante Carlomagno
y caen
a los pies del rey. Fierrabrás
se
encuentra
entre ellos; él
es el único que
permanece
de pie, con
los brazos cruzados
y
con mirada baja)
HOMBRES, CABALLEROS
MUJERES,
DONCELLAS
¡El
trofeo del vencedor,
los
numerosos enemigos,
se
acercan todos
hacia
tu trono!
4b Conjunto y Coro
CARLOMAGNO
La
suerte de la guerra os ha hecho prisioneros.
¡Pero
ni
siquiera en el fragor del combate
hemos
de olvidar que somos seres humanos!
¡Levantaos! No podréis regresar a vuestro país,
pero
podréis instalaros libremente en mi reino
hasta
que la bendita paz se
instale entre nosotros.
HOMBRES, CABALLEROS
MUJERES,
DONCELLAS
¡Gloria
al soberano que ofrece
armonía
y felicidad!
Que
los dones del eterno cielo
florezcan
sobre su camino.
¡Gloria
al soberano que ofrece armonía...
4c Recitativo y Hablado
CARLOMAGNO
(observa atentamente a
Fierrabrás
que permanece siempre
de
pie e inmóvil)
¿Quién
eres tú, cuya mirada se fija
obsesivamente
en la tierra?
¿Es
la cólera lo que te anima, o la humillación?
¡Dínoslo!
(Fierrabrás
hace un gesto de irritación)
Eres valiente, por lo que veo.
ROLANDO
Perdona, señor, esta humillación...
CARLOMAGNO
... lo
hace audaz.
Es necesario que él hable.
Dime,
audaz
extranjero,
¿qué
oprime tu espíritu?
(con
autoridad)
¡Contéstame!
FIERRABRÁS
(estremeciéndose)
¡Maldito
destino!
ROLANDO
Permítele
callar, su suerte lo atormenta.
En
los confines de la llanura,
donde
estaba desplegado todo el ejército,
este
héroe, llevado por una gran cólera,
se
abrió paso hasta mí
rompiendo
las apretadas filas de guerreros.
Su
mirada era letal, sus golpes desbastadores,
todos
a su alrededor se apartaban.
Él me retó a un
combate singular.
La
venganza iluminaba
su heroico
y juvenil rostro.
La
lucha duró largo tiempo,
bajo la mirada del
ejército
que nos circundaba,
en parte asombrado,
en
parte temeroso,
hasta que al final lo derribé.
(signo
de irritación y orgullo de parte de
Fierrabrás)
Él
es aquí un prisionero,
pero
también es un héroe.
CARLOMAGNO
Eso
porque fue vencido por un héroe.
(a
Fierrabrás, con tono animoso)
¡Adelante,
coraje!
No le podré
cadenas a semejante héroe.
ROLANDO
¡Oh, señor!
¡No sabes aún, señor, a quien mi brazo ha sometido!
CARLOMAGNO
Reconozco en él a un héroe.
ROLANDO
Entonces ¿lo perdonarás?
CARLOMAGNO
Que
él espere la paz que brinda mi corazón.
ROLANDO
¡Que así sea!
El que aquí ves es
Fierrabrás,
el
hijo del príncipe de los árabes.
CARLOMAGNO
(después
de un instante de reflexión)
Le
dado mi palabra,
lo dejo
libre en
tus brazos de vencedor.
(Fierrabrás
se inclina reverente ante
Carlomagno.
Rolando se acerca a
Fierrabrás
y
le da la mano)
Escena Cuarta
(Entra
Emma con las doncellas.
Cuando
Fierrabrás reconoce a Emma,
reacciona
con gran sorpresa)
4d Conjunto y Coro
EMMA
(pone
una corona de laurel en
cabeza de Carlomagno)
Es un deber sagrado de las doncellas de ru reino
el
entregarte ¡oh, noble rey! esta heroica distinción.
En
nombre de todas ellas yo,
tu hija, así lo hago.
(Carlomagno
tiernamente toma a Emma)
LAS
DONCELLAS
La
dulzura y ternura paternal
hacen
honor al gran héroe,
la
gratitud del mundo entero
es
el fruto de su virtud.
CARLOMAGNO
Dulces
muchachas, esta corona no me corresponde;
es el héroe del día quién la merece.
(señalando
a Rolando)
Entregadla
al ejército y al vencedor, Rolando.
Dádsela
a él, yo le otorgo el honor de la victoria.
(Las
doncellas se adelantan; con respeto y
modestia,
Rolando pone una rodilla en
tierra
y recibe la corona.
Fierrabrás ve a
a
Emma y se sobresalta)
LAS
DONCELLAS
¡Llenas
de felicidad, te entregamos la
corona,
a ti, poderoso héroe!
Eres
el astro de nuestra felicidad,
El
elegido para defendernos y socorrernos.
FIERRABRÁS
(dando
un grito sin querer)
¡Ah!
ROLANDO
¿Qué
tienes?
FIERRABRÁS
¡Es
ella!
ROLANDO
¿La
princesa? ¿La hija de nuestro soberano?
FIERRABRÁS
¡Y
mi amor!
ROLANDO
¡Calla,
insensato!
¡Estás
perdido!
FIERRABRÁS
¡Dios!
4e Cuarteto con Coro
CABALLEROS,
OGIER
CARLOMAGNO
Esperamos
que con el triunfo
llegue
la dicha de la paz.
Tras los horrores de la guerra,
vuelve
la calma.
EMMA, EGINHARD
(el
uno al otro)
Una
noche llena de horror
se
ofrece a nuestras tristes miradas.
¡Deja
que contemple
cómo huye mi
felicidad!
FIERRABRÁS,
ROLANDO
Mi
/ su futuro destino
Me
/ lo hace estremecer de espanto,
Toda
mi /su felicidad
será
un juego de azar.
ROLANDO
(a
Fierrabrás)
¡Te
conviene callar!
¡Te
asecha el peligro!
Que
el silencio de la noche
proteja
la herida de tu corazón.
EGINHARD
(a
Emma)
Antes
de que sea la hora de partir,
a la sombra de la noche,
mi
boca te dará
un
último adiós.
OGIER,
CARLOMAGNO
Confiamos
en el éxito, etcétera.
EMMA
Antes
de que sea la hora de partir,
a la sombra de la noche,
mi
boca te dará
un
último adiós.
FIERRABRÁS
Conviene
callar
porque
el peligro me acecha;
que
el silencio de la noche
vele
la herida de mi corazón.
EMMA,
EGINHARD
FIERRABRÁS, ROLANDO
¡Oh,
noche llena de horror!
OGIER,
CARLOMAGNO
LOS CABALLEROS
¡Oh,
dichosa paz!
Confiamos
en el éxito, etcétera
EMMA,
EGINHARD
Una noche llena de horror, etcétera
FIERRABRÁS,
ROLANDO
Mi
/ su suerte futura, etcétera
4f Marcha y Coro
(Todos
salen excepto Rolando
y Fierrabrás)
HOMBRES, CABALLEROS
Él
asciende por los escarpados senderos
que conducen a las puertas de la gloria;
él
rechaza las vanas palabras,
sólo
la acción tiene valor para él.
MUJERES
Y DONCELLAS
Ahora,
engalanemos al vencedor,
¡adornemos
su frente con una fresca corona!
El
laurel circunda su cabeza,
sus
ojos irradian coraje.
TODOS
Él asciende por los escarpados senderos... etc.
FIERRABRÁS
¿Cómo?
¿Es a ti a quien yo debo mi libertad?
Escena
Quinta
(Fierrabrás
y Rolando)
ROLANDO
Has
combatido como un valiente.
Yo
no te he vencido,
puesto
que los héroes sólo sucumben
ante
el poder del destino.
FIERRABRÁS
¡Eres
muy magnánimo con el enemigo!
¡Oh,
enséñame las virtudes del héroe,
pues gracias a su fuerza
tú me has tocado el
corazón!
ROLANDO
¡Nuestra
amistad resplandece a
la luz de la victoria!
Pero,
¿qué ha motivado
tu
extraño comportamiento
en
presencia del propio rey?
FIERRABRÁS
¡Fueron
los astros adversos
que
hoy me persiguen!
ROLANDO
¿Qué
te ocurrió?
Tu
horror no fue sin motivo.
FIERRABRÁS
¡Escucha pues y compadéceme!
Por orden de mi padre,
hace cuatro años
viajé
a Europa.
Me acompañaban mi hermana
y
un compañero fiel que gozaba
de
la completa confianza de mi padre.
Visité extasiado Roma y los santos lugares
y
desde entonces mi espíritu se inclina
hacia
la fe suprema; pero más que toda la
magnificencia
y santidad, fue la mirada
de
una virginal muchacha lo que me iluminó.
Ella
estaba como yo,
acompañada por un séquito
principesco,
que
contemplaba con respeto
las
hermosas antigüedades.
Yo
a menudo la observaba sin ser visto,
y
cuando mi corazón quedó
invadido
por el ardor
del
primer amor, ella, entonces...
ROLANDO
¿Entonces?
FIERRABRÁS
Ella
desapareció
de
mi anhelante mirada.
ROLANDO
¿En
Roma, dices? ¡Oh, amigo, explícate!
Estuviste
tú allí... con tu hermana...
hace
cuatro años... ¿no es así?
¡Ay,
no me atormentes más,
dame
ya mismo una explicación!
FIERRABRÁS
Sí,
allí mismo, y mi hermana, al igual que yo,
conoció
a un caballero perteneciente
al
cortejo de la damisela.
Pero
ella fue más dichosa que yo.
ROLANDO
Y
con ese caballero, ¿qué pasó?
FIERRABRÁS
Ella
lo conoció, lo amó y fue correspondida.
Pero él
desapareció al mismo tiempo
que
mi hermosa dama.
ROLANDO
¿Y
tú no lo viste?
FIERRABRÁS
No,
nunca.
ROLANDO
Aquel
caballero, Fierrabrás, soy yo.
¡Ah,
poder celestial! ¡Ella aún vive!
¡Ella,
a quien creía no volver a ver!
FIERRABRÁS
¿Cómo?
¿Debo creer que el destino me favorece?
Ahora
escucha y compadécete:
yo
he hallado a mi bienamada... ¡en la hija del rey!
El ardiente recuerdo ha vuelto a despertar
en mi
alma apasionada.
¡Mi
decisión está tomada!
Despojado
de toda esperanza,
quiero
pertenecer al país y al pueblo
que
atesora los bienes más preciados de mi vida.
Me
quedo aquí,
abandonando de buen grado
mi patria,
para
entregarme a la dulce felicidad del amor.
Tú,
parte hacia el reino de mi padre,
tendrás
el privilegio de encontrar allí
a
mi hermana, a tu bienamada.
Una
vez que la paz haya sido concretada,
tú
vivirás felizmente a su lado.
En
cuánto a mí, estoy dispuesto a soportar
los
golpes más duros de la suerte.
ROLANDO
Estás en peligro, pero
ten coraje
y
guarda silencio hasta mi regreso.
Puedes
contar sin reservas con mi ayuda.
Sigue mi consejo:
ten fortaleza
pues
el destino no es siempre
hostil.
El hombre
íntegro debe confiar en
la felicidad,
pues
aunque a menudo
llegue tarde,
siempre trae
consigo la paz.
5
Dúo
FIERRABRÁS,
ROLANDO
Mantengamos
la
esperanza
transitando
por la senda
que
se abre ante los que sufren
y
que ahora se presenta ante nosotros.
Las
modestas flores
blasonan
el camino de la vida.
Tras la
violenta tempestad
el
sol siempre sonríe e ilumina.
Mantengamos
la
esperanza, etcétera
(salen)
Escena
Sexta
(Jardín.
Se ve un ala del castillo
iluminada.
Es de noche)
6 Final
(Eginhard
entra, con aire absorto.
Canta acompañándose con el laúd)
6a Romanza (Dúo)
EGINHARD
¡Cae
la tarde sobre la apacible campiña
y
el hombre fiel tiene que alejarse!
¡Ah, antes de oír jurarle amor
ya
debe renunciar a la felicidad!
En
el momento crucial de la batalla,
su
corazón tiembla,
un
borbotón de lágrimas enturbia su mirada,
su
amarga suerte lo arranca de una dicha
que
apenas ha empezado a disfrutar.
(Emma
se asoma al balcón)
EMMA
¡Pero
a su regreso, victorioso,
obtendrá
su
recompensa!.
Una
mano fiel le pondrá sobre la cabeza
la
corona del amor y la gloria.
JUNTOS
Una
mano fiel le pondrá sobre la cabeza
la
corona del amor y la gloria.
(Emma
desaparece del balcón. Tras unos
instantes,
la
puerta se abre y Eginhard
entra
rápidamente en el castillo. Del
lado
opuesto Fierrabrás
entra
con la cabeza
baja
y
los brazos cruzados.)
Escena Séptima
6b Recitativo y Aria
FIERRABRÁS
(deteniéndose
bruscamente)
¡Oh,
desdicha! ¿Por qué me atormentas?
¿Este
pensamiento no quiere abandonarme?
¡Qué
placer sería para mí verla!
¡Fuera!
¡Ay, siento un violento ardor!
En
mi alma emocionada
nace
un deseo oculto
que
apenas logro dominar.
¡No
me atrevo a aspirar a tanta felicidad!
¡Oh
calla, corazón burlado!
¡Callad
vosotros, vanos lamentos!
La
pena no está hecha para que el hombre la
exhiba,
debe saberla soportar.
En
mi alma emocionada, etcétera
(Movimiento
en el castillo. A través de las ventanas
se
observa como luces de lamparas van y vienen)
6c
Conjunto y Coro
FIERRABRÁS
Pero, ¿qué escucho?
¿Qué es
este estrépito
en el silencio de la noche?
Las
ventanas de ese ala se han iluminado.
Un quedo murmullo se alterna
con un gran estrépito.
HOMBRES
(Lejanos, fuera de escena,
luego
cada vez más cercanos)
¿Dónde
está?
¡Todos
rastro
ha
desaparecido repentinamente!
FIERRABRÁS
¡Qué
extraña agitación!
¿De
qué se tratará?
Esperemos
prudentemente que acabe.
(se
aparta a un lado de la escena)
HOMBRES
(siempre
desde el interior)
¡Sin
tardar, seguid la pista!
¿Dónde
está ella?
¡Todos
rastro
se
ha esfumado repentinamente!
(Se
abre bruscamente la puerta del
castillo. Eginhard
y Emma, él cubierto
por
su capa y ella por su velo, tratan de huir)
Escena Octava
(Fierrabrás,
Emma, Eginhard,
y hombres
del castillo)
EMMA, EGINHARD
La
angustia y el miedo
atenazan
y oprimen
intensamente
el corazón.
Sólo
la fuga puede salvar
a
quien se da cuenta demasiado tarde
de
su error.
HOMBRES
Sin
más demora seguid la pista,
todo
rastro se ha desaparecido rápidamente.
(Eginhard
quiere huir pero
se topa con
Fierrabrás.
Emma
queda paralizada por el terror)
6d Terceto
FIERRABRÁS
¡Aquí
hay alguien que prepara una traición!
(a
Eginhard)
¡No iréis tan lejos como pensáis!
EGINHARD, EMMA
¡Fierrabrás!
FIERRABRÁS
(reteniendo
a Eginhard)
¡Quienquiera
que seas,
que osas ultrajar
el
honor de esta casa,
aquí
me tienes dispuesto a la venganza!
EMMA
¡Ah, por piedad, protégenos!
FIERRABRÁS
¡Oh,
Dios! ¡Emma!
EGINHARD
¡Dejadme
huir!
FIERRABRÁS
(reconociéndolo)
¿Cómo,
también tú?
¡Qué
veo! ¡Hay de mí!
EMMA
¡Por
piedad, sálvanos!
EGINHARD
¡Ah,
dejadme huir!
FIERRABRÁS
La
venganza que me inflama
ahoga
en mí la piedad.
Es
él quién la hace feliz,
¡qué
terrible descubrimiento!
EGINHARD, EMMA
¡Qué
miradas trastornadas lanza!
No
esconde su sufrimiento.
La
culpa que me oprime
llena
mi corazón de inquietud.
EMMA
(a
Fierrabrás)
¡Protégelo!
¡Sálvalo!
EGINHARD
(a
Fierrabrás, empuñando la espada)
¡Te
mataré para poder pasar!
FIERRABRÁS
(en
tono decidido a Eginhard)
¡Huye!
Ardo en deseos de venganza,
pero
si necesitas mi brazo
te
lo ofrezco de buena gana.
EMMA, EGINHARD
¡Gracias
por salvarnos del peligro!
EMMA,
EGINHARD
FIERRABRÁS
¡Adiós,
adiós!
¡Que
el cielo te / os otorgue su protección!
(Eginhard huye.
Las
luces se apagan)
Escena
Novena
6e Recitativo
FIERRABRÁS
¡Vamos,
coraje!
Aunque
mi corazón palpite agitado,
el
sentido del deber y mi conciencia
se
impondrán en la lucha.
Si
queréis seguirme, digna hija del rey,
os llevaré a los brazos de vuestro padre.
EMMA
(sorprendida)
¡No,
nunca!
¡Oh, piedad! ¡Oh, protégeme!
¡Qué
el flujo de mis lágrimas
enternezcan
tu corazón!
No
le digas nada a mi padre,
pues
de lo contrario pagaré
mi pecado
con
la sangre de mi bienamado.
FIERRABRÁS
¡Sí,
cuenta con mi silencio!
Me doblego ante las circunstancias
con
viril denuedo.
(Fierrabrás
conduce a Emma dentro
del
castillo, pero en
el momento en que
ellos alcanzan
el
portal, sale el rey y su
séquito.
Fierrabrás
y Emma quedan lívidos)
Escena Décima
(Los
anteriores,
Carlomagno y su séquito)
6f Recitativo, Trío y Conjunto
EMMA
y FIERRABRÁS
¡Ah!
CARLOMAGNO
¿Cómo?
¿Emma, tú aquí?
¿Entre
los brazos del infiel?
(a
Fierrabrás)
¿Así respetas las sagradas leyes de
la hospitalidad? ¡Seductor!
FIERRABRÁS
(sobresaltando)
¡No,
esto es demasiado! Sabed que...
CARLOMAGNO
¡Sé
lo suficiente para despreciarte!
(Llamando)
¡Eginhard!
(Algunos
hombres del séquito se alejan
para
ir a buscar a Rolando y Eginhard)
EMMA,
FIERRABRÁS
¿Cómo,
a él?
Siento
que mi sangre se congela
puesto
que el deber se enfrenta al amor.
Si
el rey descubre quien es el verdadero culpable,
será
llevado ante un tribunal.
CARLOMAGNO
El
deber paternal me ordena
tomar
severas medidas.
Tengo
que meter en prisión
al
que viola de esta forma los pactos.
(Entrando,
Eginhard se sobresalta
y
queda
visiblemente pasmado
hasta
al final de la escena)
Escena Undécima
(Los anteriores
y Eginhard)
Conjunto
CARLOMAGNO
Te
he hecho llamar, Eginhard,
porque eres
el
más fiel de todos los que velan
por el honor de mi casa.
Pongo
a este traidor en tus manos,
para
que le hagas expiar su crimen
en
un oscuro calabozo.
EGINHARD
¿Qué
ha sucedido?
¡Ay
de mí!
CARLOMAGNO
Haces
bien en asombrarte:
este
audaz ha osado sobrepasarse con Emma
y
arrancarla por fuerza de mis brazos.
EGINHARD
¡No,
él no lo hizo! ¡No, él no lo hizo!
CARLOMAGNO
Tu
indignación es justa, noble héroe.
¡Entonces
llévate al prisionero!
EGINHARD
(Para sí)
¿Tengo
que ser justamente yo quien lo haga?
CARLOMAGNO
¡No
le tengas piedad! Un crimen semejante
merece
un castigo adecuado.
¿Dudas?
¡Llévatelo de aquí!
EGINHARD
¡Oh
Señor, perdónalo!
EMMA, FIERRABRÁS
¡Ah,
calla!
CARLOMAGNO
¡Así
lo ordeno! ¡Lo ordeno!
(con
un gesto, a su séquito)
¡Vosotros
responderéis por él!
(Apresan
a Fierrabrás que, medio aturdido,
no
opone
resistencia. Emma y Eginhard
parecen
invadidos por la
angustia
y el terror. En ese
momento
se
oye un sonido de campanas que
concita
la atención de todos)
Oye
ese sonido, Eginhard,
anuncia que ha llegado la hora,
te
exhorta a
que partas.
Apresúrate
pues a reunirte con tus compañeros
y cumplid con vuestra misión de paz.
(señalando
a Fierrabrás)
Él,
en cambio, permanecerá preso de
mi ira.
El
crimen cometido contra el honor de mi casa,
debe
recibir un justo castigo.
(Durante
el coro que sigue, entra
la
comitiva de soldados
y
caballeros,
mientras
que amanece. Todos ellos
llevan
banderas blancas, palmas y
otros símbolos
de
paz)
6g Cuarteto con Coro
CABALLEROS, SOLDADOS
¡Emprendamos
la marcha
para
cumplir
la imperiosa orden!
¡La
paz, como recompensa,
será
el testimonio de nuestra gloria!
EMMA,
EGINHARD, FIERRABRÁS
Callar
y aceptar será necesario
por
una recompensa semejante,
y
que ninguna mirada descubra
lo
que el alma sabe.
CARLOMAGNO
Es
mi deber mostrar
rigor
y severidad,
para
que su humillación
testimonie
su crimen.
CABALLEROS, SOLDADOS
¡Emprendamos
la marcha, etcétera.
(Se
alinean para la marcha. Eginhard con
brillante armadura
se sitúa a la cabeza
del
contingente. Cuando Emma lo ve, comienza
a tambalearse y cae en
los
brazos de Rolando.
Eginhard trata de
correr
hacia ella, pero un
gesto de
Carlomagno
lo detiene y vuelve a
unirse
a
los caballeros, La
partida de la comitiva
se
lleva a cabo rápidamente)
ACTO
SEGUNDO
(Campo
abierto en los confines del territorio franco
delimitado por una
altura por la que los caballeros
descienden. Más tarde, por el lado
opuesto, hacen
su
entrada los árabes.
Está amanecido)
Escena Primera
(Rolando,
Eginhard, Ogier, Olivier, Gui, Ricardo,
Gerardo
y los otros caballeros. Eginhard lleva un
arpa al modo de los
trovadores.
Cuando aparecen
sobre la ladera de
la
colina, se vuelven para mirar
atrás,
al camino que han recorrido)
7 Canción con Coro
EGINHARD
A
la luz del naciente día,
la
mirada se vuelve hacia ti,
yo
te saludo una vez más,
amada patria.
LOS
CABALLEROS
A
la luz del naciente día, etcétera.
ROLANDO
(Fuera
de escena. Los
caballeros
cantan
alegres)
La
suerte y la felicidad corren
como
ligeras nubes;
el
destino aúna
los
corazones henchidos de ardor.
LOS
CABALLEROS
(fuera
de escena)
La
suerte y la felicidad corren, etcétera
(Rolando
con sus caballeros entra
en
escena. Cordial
acogida de Eginhard,
Ogier
y
los otros caballeros)
EGINHARD, ROLANDO
¡Oh,
potencias eternas,
concedednos
vuestras gracias,
antes
de que la traición nos golpee!
¡Liberadnos
de la injuria y la culpa!
LOS
CABALLEROS
¡Oh,
potencias eternas, etcétera.
ROLANDO
Y
ahora, puesto que hemos
rebado felizmente
la frontera de nuestra patria,
dirijámonos sin tardar hacia
el cercano objetivo.
OGIER
No
lejos de aquí habita el altivo príncipe sarraceno.
No
habiendo aceptado la paz, ahora puede
ver
el espectáculo de su ejército derrotado.
ROLANDO
La
lección ha sido dura, pero justa;
le
ha sido infligida una severa derrota.
Vayamos
con caautela a negociar con él.
OGIER
Abandonemos
toda forma de orgullo;
que
el vencedor sepa honrar al enemigo vencido.
¿No
es verdad, compañeros de batalla?
GUIDO
DE BORGOÑA
¡Palabras
de oro!
RICARDO
DE NORMANDÍA
Tus
consejos siempre son sabios.
GERARDO
DE MONDIDUR
Todos
seguirán de buen grado un
ejemplo tan noble.
ROLANDO
¡Vamos,
venid!
Los
sarracenos que han escapado
podrían
estar, tal vez, al
acecho en la montaña.
CABALLEROS
No
tememos a esos cobardes,
¡Aunque sean miles!
Ellos
bien conocen el valor de nuestras armas.
ROLANDO
¿Queréis
restablecer la paz
y
os preparáis para combatir?
¿Podría
el príncipe de los moros confiar en nosotros
si
se enterara que durante nuestro camino
hemos
abatido a sus hombres?
Evitemos
las ocasiones de enfrentamiento
y
vamos directo a nuestro objetivo.
¡Vamos,
en camino!
(A
Eginhard que hasta ese momento ha estado
pensativo,
sin
tomar parte en la conversación)
¡Ven,
amigo, ahora podrás cosechar
gran fama!
¡Ten coraje y audacia!
EGINHARD
Os
sigo.
(permanece
inmóvil)
OGIER
¿Qué
haces, soñador? ¿Siempre eres así?
ROLANDO
¡Déjalo!
Las
penurias del camino a las cuales la juventud
no
está acostumbrada y la nostalgia de la patria...
EGINHARD
¡La
patria!
ROLANDO
Nosotros
nos adelantaremos.
Tú puedes quedarte
aquí y ya nos alcanzarás.
Si
te ves en problemas,
toca tu cuerno y
acudiremos
de inmediato.
(llevándolo
aparte)
Si
un sufrimiento te atormenta,
puedes
confiarlo sin temor al amigo.
¡Seguidme!
(Todos
salen, salvo Eginhard)
Escena
Segunda
(Eginhard
solo)
EGINHARD
¿Un
sufrimiento, dices?
¡Ah,
la aversión por la vida
colma
mi alma inquieta!
¡Qué
infeliz soy, ay de mí!
¡Terriblemente,
infinitamente infeliz!
¡Y
a él, al más noble de mis amigos,
lo
he arrastrado conmigo hacia su ruina,
dentro
de este abismo!
¿Qué
has hecho, miserable?
¡Para
salvarte, lo has entregado
sin
miramientos al oprobio!
¡Ay!
¡Fierrabrás!
¿Cómo soportar la
mirada de tu padre? ¡No!
8a Recitativo, marcha con
melodrama y conjunto
EGINHARD
¡Está
decidido, yo romperé sus cadenas!
Este
juramento nace del fondo de mi ser,
lo
siento con fuerza; renuncio a mi vida y a
mi amor
por salvar al amigo humillado.
Escena Tercera
(Eginhard,
Brutamonte y los moros. En
el curso
del recitativo precedente, un grupo
de
moros, a las
órdenes de Brutamonte, ha
empezado
a aparecer
sobre la ladera opuesta;
parecen
salidos de una
grieta de la montaña.
Sólo
cuando se dan cuenta de
la presencia de
Eginhard
se detienen para observarlo.
Luego,
señalan
a los caballeros que marchan en la
lejanía y
cuando
los creen suficientemente alejados,
bajan
de
la altura dirigiéndose hacia Eginhard.)
EGINHARD
(los
ve y va a su encuentro, con la
espada
desenvainada)
¡Temerarios!
¿Qué os trae aquí?
BRUTAMONTE
Franco,
¿acaso nos desafías?
¡Pues
bien, ponte en guardia!
EGINHARD
¿Queréis
batiros todos contra uno solo?
BRUTAMONTE
¡Cavarás
tu
propia tumba!
EGINHARD
No
es el miedo lo que me hace temblar,
sino la sangre
que
no debe ser derramada en vano.
Escuchadme
pues: he sido elegido por mi rey,
junto con un grupo de caballeros,
para
ofrecer de inmediato
la
paz al príncipe de los sarracenos.
Mis
hermanos me siguen, y me protegen.
BRUTAMONTE
¿Quieres
engañarnos?
EGINHARD
¡Pronto
os convenceréis!
(Eginhard
toca el cuerno)
BRUTAMONTE,
MOROS
(Escuchando
atentamente)
¿Qué
significa esto?
¡Estad
atentos!
Si
él trama una traición,
su
sangre será vertida de inmediato.
EGINHARD
¡Bien
pronto todo se aclarrá!
Me
río de vuestro furor.
Protegido
del peligro por mis amigos,
me
he quedado a la retaguardia.
BRUTAMONTE,
MOROS
¿Qué
puede significar esa llamada, etcétera
EGINHARD
¡Bien
pronto todo se aclarará, etcétera
(Eginhard
toca nuevamente su cuerno
y
a lo lejos se escucha la respuesta de
sus compañeros. Los
moros van rodeándolo
paulatinamente)
BRUTAMONTE
(a
los moros)
¡Rápido, apresadlo
antes de que aparezcan!
¡Conducid
ante el príncipe, a este osado!
¡Vamos,
rápido, llevaos al criminal!
¡No se nos puede
escapar!
Vigiladlo
y llevadlo a un lugar seguro,
y
estad atentos que podría
pensar en hacer algún ardid.
MOROS
(tratando
de apresar a Eginhard)
¿Y
aún quieres resistir?
¡Vamos,
rápido, llevaos al criminal!
¡No se nos puede escapar!
Llevadlo
a un lugar seguro y vigiladlo,
podría
tratar de hacer alguna triquiñuela.
(Los
moros vuelven a oír el sonido del
cuerno,
luego vuelven a tratar de agarrarlo)
EGINHARD
(defendiéndose)
Os
puedo seguir sin oponer resistencia.
¡Tened
confianza en mi palabra!
No
puedo escapar,
una
traición en este lugar
no
daría ningún resultado.
(Los
moros se apoderan de Eginhard y
desaparecen
con él por las alturas. Rolando, Ogier
y los otros
caballeros
vuelven una vez que Eginhard
ha
desaparecido)
Escena Cuarta
(Rolando
y los otros caballeros)
8b Dueto con Coro
ROLANDO,
OGIER, CABALLEROS
(llegan
apresurados y observan hacia todos
lados)
¿Qué ha ocurrido?
¿Dónde está?
¡No
se le ve en ninguna parte!
¡Hace
poco estaba
aquí!
OGIER, ROLANDO
(con
precipitación)
¡Seguid
sus huellas
a
marchas forzadas,
por la llanura y los valles!
¡Buscadlo,
daos prisa!
CABALLEROS
(desperdigándose)
¡Seguiremos
sus huellas
a
marchas forzadas,
por
la llanura y los valles!
Lo
encontraremos / lo buscaremos.
¡Rápido,
busquémoslo!
(todos
salen dispersándose en diversas
direcciones.
Cambio
de escena)
Escena Quinta
(Castillo del príncipe
de
los moros; el lugar
semeja una tienda
cerrada
por una cortina.
Florinda
y Maragonda)
MARAGONDA
¿Por
qué tu mirada así apartadas,
cuando
otras veces
es
tan expresiva y sensible?
Querida,
no dejes que tu valiente corazón
se
entregue a un sueño engañoso.
FLORINDA
¡Oh,
sueño maravilloso! ¡Oh, bendito consuelo
el
que
me traen lejanos e infinitos recuerdos!
Espejismos ¡ay de mí!
para
mi insulsa existencia .
MARAGONDA
¿Y unes tu destino, con voluble corazón,
a
una imagen que no podrás atrapar jamás?
FLORINDA
¡Sí,
una imagen que flota
permanentemente ante
de mis ojos!
MARAGONDA
Pero, ¡si no tienes ninguna esperanza de verlo!
¡Refrena
tu espíritu agitado!
Tú,
una virgen, que antes eras tan animosa y
valiente
estás ahora bajo la acción de un hechizo.
¡Ya
no eres la misma!
Lo viste
hace
mucho tiempo en Roma,
y ahora ¿dónde está? ¡Lejos, quizás haya muerto!
Te atormentas en vano.
La
razón te impone aceptar lo imposible.
FLORINDA
¡Ah, estoy unida a su recuerdo!
Huyo de mí misma, buscándolo.
¡Mi
querido amigo! ¡Mi Rolando!
Un
deseo infinito me arrastra hacia ti.
MARAGONDA
¡Oh,
insensata, calla y teme!
Piensa
que aquel a quien amas
es un enemigo
de la patria y de tu padre.
FLORINDA
¡Ni
la patria, ni los vínculos de sangre me asustan!
¡Por él desafío a la muerte
y
también al deshonor!
9 Dúo
FLORINDA
El
objeto supremo de mis deseos
está más allá de
los resplandores terrenales.
Renunciaré
para siempre a la felicidad,
si
me premia el amor con su dulzura.
MARAGONDA
¡Oh,
quiera Dios que no seas víctima de una ilusión!
Tus pensamientos ya son de por sí una traición.
FLORINDA
Su voz
sería
suficiente recompensa
para todos mis sufrimientos.
¡Oh,
que pueda oírlo!
¡Oh,
dulce imagen amada!
Mi
ardiente deseo
no
se logrará jamás.
MARAGONDA
Todo
mi corazón está embargado
por
un secreto y oscuro sentimiento.
¡Ay,
jamás sus ansias
y
sus deseos serán colmados!
(entra Boland)
Escena Sexta
(Boland
con Brutamonte, luego Eginhard)
MARAGONDA
¡Disimula
tu dolor, viene tu padre!
Ya
conoces su carácter brutal.
FLORINDA
Lo
sabrá bien pronto;
no
soporto más el ser privada mi felicidad.
PRÍNCIPE BOLAND
¿Un franco dices?
¿Y
dónde lo habéis encontrado?
BRUTAMONTE
Cerca
del desfiladero, no lejos de la frontera,
yo patrullaba con un grupo de guerreros,
cuando
lo vi.
Fue
capturado de inmediato antes
de que
sus compañeros, advertidos por
el sonido su cuerno,
acudieran en su ayuda...
Él
pretende ser un emisario de paz
y
su llegada, según dice,
es
portadora de una buena noticia.
PRÍNCIPE BOLAND
¿Qué
noticia?
¿La
suerte de Fierrabrás?
¡Quizás
viene a anunciar su muerte!
FLORINDA
¡Oh,
pobre hermano! ¿Está en peligro?
PRÍNCIPE BOLAND
¡Traedlo!
Pero, un destino terrible
le
espera a él y sus compañeros,
si
recibo malas noticias de mi hijo.
BRUTAMONTE
Aquí
que lo traen.
(Eginhard
es conducido ante Boland; su
mirada manifiesta dolor y
desprecio)
PRÍNCIPE BOLAND
Entonces,
valiente extranjero, explícate:
¿qué
te ha arrancado de tu lejano país
para
enfrentarte a los horrores de la guerra?
EGINHARD
Bien
pronto lo sabrás de la boca de los caballeros
que
tus infames tropas han separado de mí.
Un
feliz deseo de paz...
PRÍNCIPE BOLAND
Antes
de que completes tu discurso, dime:
¿dónde
está Fierrabrás?
EGINHARD
¡Oh,
Dios! Fue hecho prisionero
por
Rolando hace poco...
FLORINDA
¿Rolando?
¡Dioses! ¡Está vivo!
PRÍNCIPE BOLAND
¿Qué
estás diciendo?
FLORINDA
¡Mi
pobre hermano!
PRÍNCIPE BOLAND
¡Aún
vive!
Aunque no creo que soporte
por
mucho
tiempo la ignominia y la vergüenza.
¡Sabrá morir como un
héroe!
FLORINDA
¡Oh
padre, deja que yo lo libere!
PRÍNCIPE BOLAND
¿Tú,
una débil mujer? ¿Qué pretendes?
FLORINDA
Yo
liberaré a Fierrabrás con una sola palabra.
PRÍNCIPE BOLAND
¡Muchacha
demente! ¡Calla!
EGINHARD
El
rey le dió la libertad.
EL
PRÍNCIPE BOLAND
¿La libertad? ¿Y a pesar de eso no regresa?
EGINHARD
¡Ay
de mi! El noble héroe fue
de nuevo
encarcelado
por una traición...
PRÍNCIPE BOLAND
¿Cómo? ¡Dime!
¡Que
caiga la maldición divina sobre el criminal!
EGINHARD
...
por
culpa de un amigo...
PRÍNCIPE BOLAND
¿Quién
es ese monstruo? ¡Habla!
EGINHARD
Ese
falso hermano... debes saberlo... ¡soy yo!
PRÍNCIPE
BOLAND
FLORINDA, MARAGONDA
¡Ah!
10
Quinteto
PRÍNCIPE BOLAND
¡Desgracia
y maldición
sobre
el pérfido linaje de los francos!
FLORINDA
Él
merece sufrir
esta
vehemente cólera;
la
esperanza me sonríe,
aunque
esté en peligro.
¡Sí,
la esperanza me sonríe!
MARAGONDA
Él
merece sufrir
esa
vehemente cólera;
tiene
que experimentar así
la
pena que él mismo ha causado.
¡Ah,
que noche de horror!
EGINHARD
Ante
tanto peligro
me
embarga un lóbrego terror,
debo
experimentar así
la
aflicción que yo mismo he causado.
¡Ah,
que noche de horror!
PRÍNCIPE BOLAND
Condenaré
a esta banda de criminales
a la muerte
más vil;
bajo
el imperio de mi ira
serán
destruidos.
¡Desgracia
y maldición
al
pérfido linaje!
BRUTAMONTE
Que
nuestra gloria triunfe
sobre
las ruinas de su grandeza;
el
corazón no abandonará
el
sangriento juego de la venganza.
¡Desgracia
y maldición
al
pérfido linaje!
(entra
un capitán moro)
EL
CAPITÁN
Señor,
los emisarios se están acercando;
vienen
del campo de los francos.
EGINHARD
¡Son
ellos! ¡Qué alivio!
PRÍNCIPE BOLAND
¡Sean
bienvenidos!
EL
CAPITÁN
Traen
la paz, pero también la guerra.
Así
reza su mensaje.
EGINHARD
Escúchalos
con calma
PRÍNCIPE BOLAND
¡Venganza,
he aquí tus primeras víctimas!
Que
se acerquen,
los recibiré
de
modo principesco.
para luego
castigarlos severamente.
¡Me
arrogo el derecho de la represalia!
(el
capitán sale)
Escena
Séptima
(Los anteriores, Rolando, Ogier,
caballeros, pueblo)
(Las
cortinas del fondo de la tienda se abren
y
el
pueblo, los soldados, los sacerdotes
y
las
doncellas, avanzan en
cortejo solemne. Rolando,
Ogier, Oliviero, Guido, Ricardo, Gerardo y los
otros caballeros
de la embajada los siguen.
El
príncipe Boland se sienta majestuosamente
en
su trono cubierto por un dosel; sus cortesanos
oficiales
del ejército lo rodean. Florinda, con el
rostro
cubierto por un velo, permanece inmóvil
junto
al trono de su padre. Durante
el coro que
sigue, los caballeros reconocen a
Eginhard y,
manifestando
su alegría, lo abrazan.
Eginhard,
al principio parece alegrarse, pero
luego recae
en su melancolía.
Los caballeros cristianos se
alinean ante el trono.)
11 Coro
MOROS, FRANCOS
Que
la paz venga a habitar
en
estos lugares donde el Príncipe reina.
Mientras
resuenan los cantos de alegría
también
las palmas tienen que florecer.
¡Potencias
celestiales, enviad
la
tranquilidad a este país,
concededle
el bien supremo:
los
sagrados vínculos de la hermandad!
ROLANDO
Mi
soberano, Carlomagno,
rey de los francos, nos envía
para
ofreceros un acuerdo de paz.
PRÍNCIPE BOLAND
Antes
de que oséis acercaros a mi trono,
someteos
a las costumbres de estos lugares
y
deponed vuestras crueles y soberbias armas.
El
que os lo solicita no os ofenderá.
ROLANDO
Rolando
no acepta ni desafíos ni ruegos...
FLORINDA
¡Es
él!
MARAGONDA
¿Quién?
FLORINDA
¡Mi
antiguo amor!
MARAGONDA
¡Calla!
ROLANDO
...
pero
vuestra voluntad será aceptada.
(depone
su espada y los otros lo imitan)
PRÍNCIPE BOLAND
Pues
bien, habla, te concedo la palabra.
ROLANDO
Con
estos caballeros,
vengo ante ti para
ofrecerte la paz...
PRÍNCIPE BOLAND
¿La
paz? ¡Muy bien! ¿A qué precio?
ROLANDO
Pensad
en lo que os amenaza.
Vuestro
ejército ha sido derrotado,
e ignominiosamente puesto en fuga.
Vuestro
hijo...
FLORINDA
¡Mi
hermano!...
ROLANDO
Y vuestro hijo, Fierrabrás,
se ha convertido a
nuestra fe.
No dudéis que...
PRÍNCIPE BOLAND
¿Cómo?
¿Ese criminal hizo eso? ¡Lo maldigo!
Y en cuánto a vosotros, hombres
malvados,
que tenéis el descaro de
anunciar
tan triste noticia a un padre quebrantado,
encontraréis la muerte entre
estos muros.
¡Apresadlos!
ROLANDO, CABALLEROS
¡Nos
protege el fuero de embajadores!
PRÍNCIPE BOLAND
Los
cobardes son los débiles esclavos
de los poderosos.
12 Trío con Coro
PRÍNCIPE BOLAND
¡Expiaréis
con la muerte
vuestra temeridad!
Bien
pronto a mis pies,
una
noche eterna os envolverá.
ROLANDO, CABALLEROS
Aceptar
perder la vida por una causa justa
es
el deber de todo caballero piadoso;
pero la infamía caiga sobre quien falta
a
su palabra y honor.
FLORINDA
¡Oh, poder celestial,
protégelos del peligro!
PRÍNCIPE BOLAND
Experimentareis
muy pronto
mi
rabia y mi desprecio.
MOROS
Bien
pronto experimentarán
que la venganza es inminente.
PRÍNCIPE BOLAND
¡Salid y expiad en el horror de la prisión
vuestro
culpable orgullo!
FLORINDA
¿Debo
verlo en la desgracia?
¡Lo
salvaré!
ROLANDO, CABALLEROS
¡Con viril confianza
marcharemos
hacia la muerte!
MOROS
No
contéis con la suerte,
lo
que ha de suceder, sucederá.
PRÍNCIPE BOLAND
En
la prisión velad por sus vidas
hasta que llegue el momento de la ejecución.
ROLANDO, CABALLEROS
Que
la venganza del rey te haga temblar,
porque
él correrá en auxilio de sus súbditos.
MOROS
Velaremos por sus vidas
hasta
el momento de su ejecución.
FLORINDA
¡Ay,
padre, piedad!
PRÍNCIPE BOLAND
¿Te
compadeces de su bien merecido destino?
FLORINDA
(Para
sí)
En
los brazos de mi bienamado
también quisiera encontrar la muerte.
(A
pesar de su resistencia, los caballeros
son
rodeados por los soldados moros)
PRÍNCIPE BOLAND
¡Ellos
morirán
entre
grandes sufrimientos!
Odiar
al enemigo
es
la ley de la venganza.
FLORINDA,
ROLANDO, CABALLEROS
¡Perderemos
la vida
entre
infamantes torturas!
Deberemos
tener entereza,
para
enfrentar una muerte humillante.
(Los
caballeros salen escoltados por los
soldados y seguidos por el
pueblo.
El príncipe se aleja con su séquito.
Florinda
queda sola)
Escena Octava
(Florinda
sola)
FLORINDA
¡Es él! ¡Pero qué reencuentro!
¡Apenas
lo he hallado y va a ser ejecutado!
¡Ay,
qué amarga recompensa para un fiel amor!
(en
tono resuelto)
Tú
lo quieres, padre, pues bien, estoy dispuesta.
Por
él yo reniego al derecho de mi sangre
pues
no me han proporcionado
más
que una mísera felicidad.
¡Lo salvaré, no importa a qué precio,
y
él encontrará en mí a su fiel enamorada!
13 Aria
FLORINDA
Mi
corazón, oprimido de inquietud,
es
atormentado por un ardiente dolor.
¡Sí,
surge, virginal aurora,
tu
saludo será signado por la sangre!
Ante
el apremio del espanto
toda
la dulzura femenina desaparece.
¡Con la crueldad de una furia
esparciré el terror de la muerte!
(Sale
deprisa)
Escena
Novena
(Torre fortificada. Mazmorra con sólida puerta de
hierro y
una abertura en forma de ventana
cerrada
por una reja. El lugar está
iluminado
por la débil
luz de una lámpara.
Anochece)
Nr.
14 Coro de los Caballeros
EGINHARD, OGIER
ROLANDO, CABALLEROS
(tomados
de la mano)
¡Oh,
patria querida!
Tu legión de fieles hijos
aguarda
al terror de la muerte
que acecha a aquellos
que
combaten por tu gloria.
¡Oh,
patria querida!
¡Ah,
lejos de los paisajes natales,
nos
amenaza un amargo fin!
¡Pronto,
quebrantada por el destino, se disipará
toda esperanza cual
imagen de un sueño!
¡Oh,
patria querida!
ROLANDO
¡Aquí
acaban los bellos días de gloria!
¡En
el fragor de la batalla hemos forjado nuestra
suerte
y ahora la traición nos entrega
en
las manos de esos malvados!
¿Cómo
podrá soportar el alma de un valiente
este sentimiento de
impotencia?
¡Ah,
que se acerquen esos traidores execrables,
yo
perderé la vida maldiciéndolos!
OGIER
Amigo,
acepta la implacable suerte.
¡Mira
allí! Condenados como tú al terrible castigo,
tus hermanos
permanecen tranquilos.
ROLANDO
No
es autocontrol lo que me falta,
pero es que
la venganza y la furia
han colmado
mi
corazón ulcerado.
La
esperanza que nutrí ¡ay de mí! se ha perdido.
¡La esperanza de hallarte,
Florinda!
¡Pues
bien, renuncio a todo!
Dadme vuestras
manos,
hermanos en la desgracia,
nuestro valor sabrá afrontar la muerte.
EGINHARD
¡Si
no hubiese una culpa que me corroe el alma,
aceptaría
de buen grado la muerte!
ROLANDO
¿Acaso porque apenas
iniciada
ha fracasado nuestra misión?
Sí,
es muy duro naufragar
apenas
comenzada la singladura de la gloria.
EGINHARD
¡No
es eso lo que me atormenta!
Puesto
que nuestra muerte es inminente,
escuchad
mi culpa y maldecidme.
Mi culpa será borrada al mismo tiempo
que
es segada mi vida.
LOS
CABALLEROS
¡Qué
horror!
EGINHARD
¡Emma!
OGIER,
ROLANDO
¿Emma?
¿La princesa?
EGINHARD
Un
amor oculto encadena nuestros corazones.
ROLANDO
¡Temerario!
¿Qué has hecho?
EGINHARD
Hay mucho
más... Sorprendidos por el rey,
después
de nuestra separación,
Fierrabrás
fue acusado de ser el seductor.
El fiel amigo ha sido encarcelado en mi
lugar.
Aparentemente
era culpable, pero
su alma es inocente.
¡Si
yo no volviera para confesar mi crimen,
él
morirá víctima de mi traición!
(Cae al
suelo como falto de conocimiento,
sin tomar
parte en todo lo que sigue.)
CABALLEROS
¡Qué
vergonzosa traición!
ROLANDO
¿Osaste
hacer eso? Si no lavas el ultraje,
la deshonra te acompañará a la tumba.
15 Melodrama
15a Melodrama, Recitativo y Conjunto
(Se oye un
ruido repentino procedente
del exterior.
Todos, salvo
Eginhard,
se acercan
a la puerta)
CABALLEROS
¿Qué
ocurre?
OGIER
Los secuaces del
Príncipe ya están aquí.
ROLANDO
Qué
vengan... Encontrarán
hombres.
(se
oye un golpe sordo)
OGIER
Están
abriendo el portón.
OLIVIER
Sobre
la escalera... hay agitación.
(Ogier
se encarama hasta la ventana)
OGIER
Un
moro herido huye de la torre...
¡Es
el guardián de la puerta!
¿Qué
está sucediendo?
OLIVIER
¡Es muy de
noche, no distingo casi nada!
(Cruje
la puerta del calabozo.
Tensa
espera de los caballeros)
ROLANDO
¡Coraje!
CABALLEROS
¡La
sangre se pasma en las venas!
Escena
Décima
(Tras un
instante, la puerta que se abre,
no sin dificultad.
Florinda entra llevando
en una mano
una
espada y en la otra una
antorcha)
CABALLEROS
(retroceden
asombrados)
¡Una
mujer!
FLORINDA
¿Dónde
está? No es el terror de la muerte
lo
que detendrá la premura de mis pasos.
¡Quiero
ver a mi amado
y
luego exhalar
mi último
suspiro!
¡Ay!
¡Mi Rolando adorado!
(Cae
agotada en los brazos de los
caballeros.
Oyendo pronunciar su
nombre,
Rolando se despierta e ilumina
a
Florinda con la antorcha que ella llevaba)
ROLANDO
¡Justo
Dios!
¡Sí,
es ella! ¡Florinda!
CABALLEROS
¿Cómo?
¿Esta es Florinda?
ROLANDO
Próximo
a la tumba encuentro la felicidad
que
la desdicha me arrancó.
Compruebo con
creciente satisfacción
que
esta divina mujer no me ha engañado.
(la toma entre sus
brazos
y se dirige
a los caballeros)
¡Rápido,
socorred inmediatamente
a mi adorada
pues parece que tarda en recobrar el
conocimiento!
(Los caballeros
traen agua en un
recipiente
que se encuentra en un rincón
de la
mazmorra. Florinda
abre los ojos)
¡Ya, ya
vuelve en sí!
FLORINDA
¿Dónde
estoy? ¿Dónde estoy?
ROLANDO
¡Entre
mis brazos y entre amigos!
Escuchadme
hermanos... ¡La he encontrado!
La
felicidad ha vuelto. Sean cual fueren los golpes
de
la suerte, ella queda ligada a mi por siempre.
15b
Dúo con Coro
ROLANDO
Aún
al borde de la tumba
la
vida renace con nuevo brío,
el
amor nos libera
del
influjo de la muerte.
FLORINDA
¡Qué
vida, qué éxtasis
se
adueñan de mi pecho torturado,
mi
corazón vibra de dicha
y mi
alma está llena de celestial alegría!
AMBOS
La hora de la muerte será dulce
puesto que la vida brota de los labios amados.
CABALLEROS
Bendita
sea la unión de sus corazones,
que
triunfa en semejante momento.
ROLANDO
Qué
vida, qué éxtasis, etcétera
FLORINDA
Mi
corazón vibra de dicha, etcétera
LOS
CABALLEROS
Bendita
sea la unión de sus corazones, etcétera
OGIER
¡Y ahora,
recobraos, no hay tiempo que perder!
Los segundos están contados,
el peligro
y
la muerte podrían estar muy cerca.
FLORINDA
¡Para
lograr que huyáis, he desafiado a la suerte
y
hasta ahora la aventura ha sido exitosa!
Estaréis
perdidos si no os puedo salvar.
He
logrado entrar en vuestra prisión
y mi
débil brazo no ha titubeado
¡por
vosotros, por ti, fuente de mis deseos!
El cobarde centinela,
herido, ha huido.
¡Tenéis
franca la salida!
¡Daos prisa, huid!
La cólera de
mi padre puede
alcanzarnos
en
cualquier momento.
Yo
huiré con vosotros, nada ya me retiene aquí.
¡Ay,
no tardéis!
Amparados en la oscuridad de la noche
lograremos esquivar los ojos
curiosos...
ROLANDO
Tú
has venido valientemente,
¡toma
nuestra sangre y nuestra vida!
Aquí
tienes a tus pies la flor y nata
de los
caballeros francos.
16 Coro y Melodrama
CABALLEROS
(a
Florinda)
La
luz de esperanza que nos has traído
nos
da coraje para luchar.
OGIER
¡Vamos
de prisa!
ROLANDO
¡Podemos
lograrlo!
CABALLEROS
Después
de los más amargos sufrimientos
y angustiados por la proximidad de la muerte,
¡corramos
hacia la libertad!
¡Oh, gran y eterno Dios!
Tú
que das dulce consuelo
a
los corazones esté
apenados,
¡que
una luz de esperanza nos alumbre
cuando transitemos los caminos del
terror!
(Desde
exterior, un fragor va en aumento.
Poco a
poco se
distinguen sonidos de trompetas
y
redobles de tambor)
¡Ah,
un nuevo tormento!
(gritos
de guerra de los moros)
FLORINDA
(asomada a la ventana)
¡Hemos
sido traicionados!
El
miserable que he hecho huir
nos
ha delatado
ante mi padre.
¡Le plantaremos cara!
ROLANDO
(que
igualmente se asoma a la ventana)
¡Es
verdad! Pero ¿qué hacer ahora?
Este
portón no podrá resistir
su
furiosa embestida por mucho tiempo.
La
torre no nos protegerá.
(Fragor
creciente que viene del
exterior y
golpes interrumpidos)
OGIER
¡Ya
están junto al portal. ¡Es en vano!
Aunque
sólidamente apuntalado,
el portón no logrará detener su embestida.
ROLANDO
¡Ay,
si tuviéramos armas!
OLIVIER
El
ejército se prepara para el asalto.
FLORINDA
(después
de un instante de reflexión)
¿Armas?
Recuerdo
que en esta torre
existe
un depósito de armas.
CABALLEROS
¿Dónde?
FLORINDA
Podréis comprobarlo vosotros mismos.
OGIER
(a
los caballeros)
¡Seguidla!
(todos
salen, salvo Rolando. Durante
este tiempo
el fragor se ha
acrecentado.
Gritos, trompetas y
tambores
anuncian el asalto; por
la ventana se
ven tizones ardientes
catapultados
contra la torre)
ROLANDO
¿Qué hacer si la muerte está por doquier?
Aunque
hoy consigamos un instante de tregua,
¿qué
ocurrirá mañana?
Habría
una solución pero es audaz... ¡Probemos!
No hay nada que perder
en esta hora de pesadilla y tribulación.
CABALLEROS
(regresan
con arcos, flechas, lanzas y
otras armas)
¡Hemos
encontrado un tesoro!
ROLANDO
¡Distribuidlas!
¡Ahora escuchadme!
Ya
han iniciado el asalto, no debemos esperar;
aquí
no podremos resistir.
¡Pasemos, a la acción!
CABALLEROS
(Para
sí)
¿Que
pretende hacer?
ROLANDO
Al
amparo de la noche me deslizaré
por
esta pequeña oquedad
que
vi cuando
nos trajeron aquí.
(los
tambores siguen redoblando)
FLORINDA
¡No!
ROLANDO
Atravesaré
rápidamente las líneas de los moros,
y
en pocas horas estaré en la frontera.
Mañana
acudiré con refuerzos.
Vosotros deberéis defender la torre hasta entonces.
FLORINDA
¡Te
lanzas a la muerte!
ROLANDO
Sin
duda ella
nos encontrará aquí
con
mayor rapidez.
OGIER
Ese
plan, tan bien pensado, es digno de Rolando.
ROLANDO
¿Oís?
¡Ya el asalto se desata!
FLORINDA
¡Ah,
quédate aquí!
ROLANDO
¡Dadme
una espada!
EGINHARD
(que
ha escuchado atentamente
las
palabras
de Rolando)
¡Permíteme
acompañarte!
ROLANDO
Está
bien.
La
culpa que tienes que purgar, desdichado,
bien
merece que arriesgues tu vida por el amigo.
EGINHARD
(feliz)
¡Ay,
si logramos salvaros,
de inmediato exigiré mi propia inmolación!
ROLANDO
¡Velad
por mi amada con vuestras vidas!
El enemigo ya está aquí.
¡Coraje!
¡Demostrad quienes sois!
OGIER
¡Rápido,
bajemos a defender la puerta!
¡Qué
Dios os guíe
en
medio de tan terribles peligros!
17 Final
(Los
caballeros toman las armas
mientras que
el asalto continúa)
17a Trío y Coro
EGINHARD, ROLANDO
Que
la mano del Todopoderoso nos
guíe,
para
así salvar el amor y la patria.
CABALLEROS, FLORINDA
EGINHARD,
ROLANDO
¡Blandid
la espada con fuerza!
¡Por
la libertad y el derecho
violado!
Sacrificarse con honor
es
el deber sagrado de todo caballero.
FLORINDA,
EGINHARD, ROLANDO
Qué
la mano de la sabiduría nos / os guíe,
para así salvar el amor y la patria.
CABALLEROS
¡Blandid
la espada con fuerza, etcétera.
EGINHARD,
ROLANDO
FLORINDA,
CABALLEROS
¡Adiós!
(Rolando, Eginhard
y los otros caballeros,
armados
de pies a cabeza, bajan las escaleras.
Florinda
queda sola, sumida en una permanente
angustia;
luego corre a la ventana, después se
acerca
a la puerta. El asalto continúa.)
17b Melodrama
FLORINDA
¡Potencias
eternas, protegedlos!
¡Qué
furia! ¡Ojalá que logren escapar!
¡Ah,
qué valientes!
¡Desde
lo alto de la torre, sus flechas vuelan
contra
la tropa de los taimados moros!
Están asombrados...
¡Ya
se abre el portón!
¡Con
la espada desenvainada
Rolando
y su compañero
se abren paso
entre los enemigos!
¡Han
pasado!
¡Os doy gracias, eternos dioses!
Se enfrenta a nuevas tropas...
¿Logrará
salvarse?
¡Su
acero siega a los enemigos en derredor!
¡Todos
caen!... ¡Están libres!
(arrodillándose)
¿Puedo
volver a dar gracias por haberlo salvado?
(Se
alza y corre de nuevo a
la ventana)
Pero... ¡vuelven a ser atacados!
(El tumulto se reduce poco a poco. Con
angustia)
¡Ay, lo rodean!
Poco a poco el fragor cede...
¡Se lanzan en su persecución!
¡Su
espada aún brilla!
¡Oh Dios, lo han rodeado!
No
tiene escapatoria.
¡El cerco enemigo se hace cada vez más pequeño!
¡Oh,
qué día de espanto!... ¡Escapa!
Por ahí lo veo... por aquí ...
¡Ahora
por allá!
¡La confusión aumenta más y más!
¡Está rodeado!
¿Dónde está?
¡Ah!
su fuerza se agota!
(Gritos
de victoria)
CABALLEROS
(Todos excepto Eginhard y Rolando)
¡Qué, infortunio!
FLORINDA
(Lanza un grito)
¿Prisionero?
(Cae
al suelo. Los
caballeros la rodean
y
tratan en vano de reanimarla)
CABALLEROS
El coraje y el juicio se desvanecen,
el
oscuro terror de la muerte
me
llena de tormento,
mi
confianza se ha hecho pedazos.
(La desesperación crece entre
los caballeros)
ACTO
TERCERO
(Salón
en el castillo real. Al
fondo
una gran puerta)
Escena Primera
(Emma
junto a su séquito de damas de compañía;
que
reunidas en diversos grupos, tejen coronas)
Nr.
18 coro
DONCELLAS
Pronto
oiremos el anuncio de la ronda,
y
entonces la alegría inundará los corazones,
la
tristeza tendrá que acallarse,
y
el dolor se disipará.
Las
penas, los tormentos
y
las preocupaciones desaparecerán
en los días felices
y
reinará
la alegría.
Pronto
oiremos el anuncio de la ronda, etcétera
EMMA
(con
renovadas ansias de vivir)
Esas
canciones difunden la alegría de vivir
y
un
dulce rayo de esperanza siento en mi corazón.
¡Ojalá
pudierais ver el futuro!
¿Podré
hallar algún día la felicidad?
Yo, que
había perdido
toda esperanza de
ser feliz,
ahora
contemplo como es posible
un
futuro lleno de alegría.
DONCELLAS
Sí,
una vida feliz
te
depara el futuro.
EMMA
Ahora
contemplo como es posible...
DONCELLAS
Sí,
una vida nueva nace, etcétera
Escena Segunda
(Emma
y Carlomagno)
CARLOMAGNO
(que
ha entrado al final del canto,
sin ser advertido por las
anteriores)
Veo
con alegría que mi hija se prepara
para celebrar el regreso
de
los bravos mensajeros de la paz.
Es
la más alta recompensa para los combatientes
recibir
de manos femeninas
los premios
prometidos.
¡Ah,
ojalá regresen lo más pronto posible!
No
puedo disimular que la suerte de esos héroes
me
inquieta terriblemente.
EMMA
¿Qué
quieres decir, padre?
CARLOMAGNO
Dos
días han transcurrido y no hay noticias
de
nuestros embajadores.
El
campamento del príncipe de los moros no
está lejos
y su misión es breve y simple.
¿Puede haber habido
algún contratiempo?
EMMA
¡Por
todos los santos!
CARLOMAGNO
No
te preocupes. Conozco a mis caballeros.
El
coraje y el valor colman sus corazones
y
sus brazos resisten a todos los ejércitos
Sólo
uno de ellos - con menor experiencia -
puede
estar en peligro... Eginhard...
EMMA
¿O
incluso muerto?
¡Potencias
celestiales, protegedlo!
CARLOMAGNO
Te
afecta particularmente, por lo que veo.
EMMA
El temor... la angustia... la preocupación...
¡Oh,
padre!
CARLOMAGNO
No
puedes ocultármelo.
(Para
sí)
Me oculta un
secreto... ¿Cuál?
Lo
sabré bien pronto.
(A Emma)
¿Hubo
alguna vez un deseo, en el alma de
Emma,
que su padre
hubiera ignorado?
¿Ha
podido ceder a los impulsos de
su corazón
y mantenerlo en secreto?
¿Sería
este acto un crimen?
Tu
padre tiene derecho a tener la confianza filial;
incluso
puede exigirla.
¿Callas?
¿Me
has engañado?
EMMA
¡Escúchame
y condéname!
Entregados
a un amor secreto,
nació
a pesar nuestro,
nuestros
corazones se vieron inflamados por él.
CARLOMAGNO
¿Y
lo has mantenido en silencio?
EMMA
¡Mucho
más! El miedo de tu cólera
nos
ha empujado a traicionar la amistad.
CARLOMAGNO
¡Alto!
Mi hija no ha podido...
EMMA
¡Debes despreciarme, pues eso es cierto!...
CARLOMAGNO
¡Habla,
desdichada!
EMMA
Fierrabrás sufre condena siendo
inocente.
CARLOMAGNO
¿Es
posible?
EMMA
Por
el Dios eterno, no fue si no... ¡Eginhard!
Fierrabrás es una víctima inocente,
él
lo ayudó a huir,
sólo es un criminal en apariencia.
CARLOMAGNO
¡Esto
es el colmo!
¡Liberad inmediatamente a Fierrabrás!
Que
se haga justicia y que su inocencia
sea
recompensada generosamente.
(a
Emma)
Y
tú ve, y expía tu pecado.
¡Eres indigna del amor paterno!
EMMA
¡Oh
piedad, padre! ¡Por él y por mí!
19 Dúo
CARLOMAGNO
(con un gesto de disgusto
en
dirección
a su hija)
Muy
pronto todo esto se aclarará,
llegaré
hasta el fondo de lo que ha sucedido.
Dado
que has ultrajado la indulgencia de
tu padre,
encontraréis en mí a
un juez
que exigirá el castigo merecido.
(Carlomagno
indica a los soldados que
salgan y luego él mismo se dispone a partir)
EMMA
¿Dónde
encontraré un consuelo para mi
sufrimiento,
cuándo
incluso mi padre
me niega su indulgencia?
Queriendo
desatar los lazos sagrados,
él
arrastra mi felicidad
a
una violenta tempestad.
CARLOMAGNO
¡Que
la benignidad se haga a un lado
y
deje su lugar a la ira!
Si ella tuviera que morir,
estoy
dispuesto a soportar el dolor.
EMMA
Todas
las alegrías han quedado de lado
para
dar lugar al terror.
Siento
que me aferran
los
pálidos espectros de la noche.
(Fierrabrás
entra, acompañado por
los guardias)
Escena
Tercera
CARLOMAGNO
¡Ven
a mis brazos, víctima inocente y traicionada!
(a
Emma)
He
aquí tu obra, y alégrate de tu éxito.
FIERRABRÁS
(Dubitativo)
¿Entonces,
señor, ya lo sabes?
EMMA
(Avergonzada)
¡Qué
amargo momento de dolor!
FIERRABRÁS
(Después
de mirar a Emma)
He
actuado según las leyes de la amistad.
¿Admites
que un bárbaro pueda tener tal sentimiento?
Estos días de sufrimiento ¡ay
de mí!
fueron un bien merecido castigo.
EMMA
¡La
vergüenza cubre mi rostro!
CARLOMAGNO
No
comprendo tus palabras.
Escena Cuarta
(Entra
Eginhard)
EGINHARD
(En el más completo extravío
y
sin aliento)
¿Dónde
está mi señor y rey?
EMMA,
FIERRABRÁS, CARLOMAGNO
¡Ah!
¡Eginhard!
EGINHARD
(admirado
de ver Fierrabrás)
¡Soy
yo, y suplico tu protección!
Prisioneros
del príncipe de los moros,
vencidos
y sin esperanzas;
pérfidamente engañados;
tus
fieles vasallos están al borde de la muerte.
CARLOMAGNO
Funesto
mensajero que anuncias el espanto,
¡que
la maldición caiga sobre de ti!
EGINHARD
¡Salvad
antes de la muerte a vuestros caballeros,
y luego
que la caiga sobre mí!
La
oferta de paz ha sido rechazada
y
hemos padecido la ignominia de la cárcel.
Capturado, Rolando fue condenado a muerte,
y
si no puedes llevarles auxilio de inmediato
la
misma suerte les espera a los otros.
EMMA,
FIERRABRÁS, CARLOMAGNO
¡Ay,
qué deshonra!
CARLOMAGNO
¡Habla! ¿Qué se necesita hacer?
EGINHARD
¡Dadme
a los soldados más aguerridos
de
vuestro valeroso ejército,
y
en alas del viento
acudiré
a salvarlos!
¡Confiadme
esta arriesgada misión,
quiero
cumplirla y luego morir!
FIERRABRÁS
Cumplirás
esa misión
y después
de tan gran hazaña
conseguirás
el favor de la felicidad.
CARLOMAGNO
Deberás
cumplir esa misión
y encontrar
gloriosa muerte.
EMMA
Esta
misión es demasiado peligrosa,
ciertamente
él
va al encuentro de la muerte.
CARLOMAGNO
(a
un caballero)
Que
todos se preparen a cumplir mis órdenes.
Ningún
valiente debe eludir la batalla.
Se
trata de lograr la más rotunda victoria.
(El
caballero sale. A Eginhard)
Dos
crímenes pesan sobre de ti, ingrato,
y
mereces doblemente la muerte;
si
quieres conservar tu vida,
llevarás
socorro a nuestros amigos.
Y
tú,
Fierrabrás, de quien todos elogian tu coraje
y hazañas, tú tomarás, si él cayera,
la
conducción de las tropas.
(Carlomagno
sale)
Escena
Quinta
(Emma,
Fierrabrás, Eginhard)
EGINHARD
¡Oh,
mi Emma! Por última vez te hablo,
en
presencia del amigo traicionado,
antes
de que me atrape
el
pálido horror de la muerte.
Mi
felicidad fue infinita, como mi amor.
¡Adiós,
ya no volveré verte!
Si puedes, dedica
una lágrima al ser caído
que
ha elegido alegremente la muerte por ti.
¡Adiós para siempre, adiós!
EMMA
¡Oh
no, Eginhard! ¡No tienes derecho a morir!
FIERRABRÁS
¡Él
no morirá! ¡Por el Dios eterno!
Mientras
haya vida en estas venas.
¡Por
vos, óyelo Princesa, por vos,
por
quien
yo ardo en ferviente deseo,
y por él,
por
quien siento gran afecto,
corro
a cumplir el sagrado deber de la amistad.
¡No
temáis! Sólo puedo ser vencido
por el bravo Rolando, ningún
otro superará mi vigor.
Mi
coraje se inflama en el triunfo.
¡Los
liberaremos de la prisión y los salvaremos!
20
Trío
FIERRABRÁS
Cuando
allá arriba, entre las nubes,
se
despierta la ira de los dioses,
entonces
yo me burlo de sus rayos.
¡El
fragor de la batalla me llama!
Para merecer la corona de laureles
alcanzaré la
victoria.
Lograré triunfar
en
el fragor de a batalla.
Cuando
la ira de los dioses se despierta, etcétera.
EGINHARD
¡Adiós!
En medio de la lucha mortal
mi
corazón llorará la felicidad perdida.
EMMA
Allá
donde yo deposite mi esperanza,
mi
mirada afligida estará dirigida a ti.
FIERRABRÁS
No
os dejéis cegar por el pesimismo,
el
curso de la suerte es un misterio.
EMMA,
EGINHARD
Las
almas unidas por la fidelidad
bien
pronto ascenderán al cielo.
Pronto
la muerte conciliadora
hará
cesar los sufrimientos.
Tenemos
que separarnos,
es
su imperioso mandamiento.
¡Adiós!
FIERRABRÁS
Bien
pronto cesarán los sufrimientos
y por la ley de la victoria
la
felicidad bien merecida
reemplazará
al desaliento.
(Eginhard
y Fierrabrás desenvainan sus espadas
y salen por
el lado opuesto en que lo hace Emma)
(cambio
de escena)
Escena
Sexta
(Interior de la torre como en el acto segundo.
Los
caballeros, excepto Rolando y Eginhard,
están
atareados alrededor de la agotada Florinda;
sus
armas están desparramadas por el suelo.
Olivier
está observando por la ventana)
OGIER
Aceptad
con paciencia el destino,
no
todo está perdido para
nosotros
pues
Eginhard logró escapar.
Yo
lo vi claramente huir de la refriega
sobre
un caballo moro, justo en el momento
en
que Rolando era hecho prisionero.
En
él se apoyan nuestras esperanzas,
seguro
que ha logrado reunirse con los nuestros
y antes
que caiga la noche llegará
con auxilios.
FLORINDA
¿Y
creéis que mi padre
esperará
hasta
ese momento?
¡Ay,
no lo conocéis!
Él
está acostumbrado a lograr lo que se propone
con
energía y rapidez.
¡No
hay esperanzas para la vida del ser
amado!
¡Ah, ojalá y yo pudiera morir con él!
21
Aria con Coro
FLORINDA
¡Los
tormentos que causan mi desventura
invaden
mi corazón,
Rolando
debe subir al cadalso,
¡oh
inenarrable dolor!
En la hora amarga de la muerte,
él
está privado del saludo de su amada,
y
ninguna boca amiga
le dará el beso del adiós.
CABALLEROS
No
abandones la confianza,
un
rayo de esperanza aún brilla,
el
auxilio puede llegar
y
todos los sufrimientos serán borrados.
FLORINDA
Con
la vida de mi bien amado
la
mía también se desvanece.
CABALLEROS
La
confianza y la perseverancia
traerán
su recompensa.
FLORINDA
Y
la hora de su muerte
trae
también mi destrucción.
CABALLEROS
El
soplo de la dulce esperanza
cura
la más profunda herida del corazón.
Confianza
y perseverancia, etcétera
FLORINDA
Y
la hora de su muerte, etcétera
Con
la vida de mi bien amado, etcétera
21b Marcha fúnebre (con melodrama)
y Conjunto
(Olivier
mira con impaciencia por la ventana, los
demás
están en un estado de tensión extrema.)
FLORINDA, CABALLEROS
¿Qué
nuevo sobresalto es ése?
¿Qué
ha ocurrido?
OLIVIER
Está
llegando al castillo
un
gran contingente de soldados.
Con
antorchas
están preparando una pira.
Se acercan a la torre...
¡Encienden la hoguera!
CABALLEROS
¿Qué
dices?
OLIVIER
El
grupo se ha dividido.
FLORINDA
¿Qué
ves?
OLIVIER
Entre
ellos... ¡Ah!
FLORINDA
¿Qué
ves, desdichado?
OLIVIER
La
víctima... ¡Rolando!
FLORINDA, CABALLEROS
¡Ah!
¡Ah!
FLORINDA
(Después
de haber reflexionado un
instante,
recobra sus últimas fuerzas
y
corre a la ventana; empuja a un lado
a Olivier y grita con desesperación)
¡Piedad,
deteneos!
¡Tomad
mi vida
y
lo que queráis,
yo
la entrego por él!
(baja
velozmente)
CABALLEROS
¿Qué
debemos hacer?
¿Quién
puede salvarlo?
FLORINDA
(a
los caballeros)
¡Sólo
nos queda
morir
con él!
(se
rasga el velo, lo anuda a una lanza
que se
encuentra en el suelo y lo agita
en la ventana.
Los
caballeros quedan mudos y aturdidos.
Ella
grita desde la torre)
¡Déjadlo
en libertad!
¡Los
caballeros quieren rendirse!
(dirigiéndose
a los caballeros)
¡Bajad rápido al portón
y
abrid el cerrojo!
Impidamos
que lleven al amigo, a mi amado,
hacia
la muerte en la hoguera.
¡Bajemos!
¡Bajemos!
¡Vayamos rápido al portón, etcétera.
(Todos
bajan corriendo hacia la puerta)
Escena
Séptima
(Explanada
delante de la torre. El velo de Florinda
cuelga de la ventana,
agitándose. A
un costado una
hoguera. Rolando,
circundado por soldados moros.
Todos miran fijamente hacia el portón
de la torre)
22 Coro y
Conjunto
MOROS
Ellos
se entregan a nuestra venganza,
vanas
han sido sus amenazas,
el
aire se llenará con sus alaridos
cuando
reciban lo que se merecen.
(Boland
llega rodeado de guardias
y
miembros
de su séquito )
Sus
súplicas llegan demasiado tarde,
toda
resistencia es inútil,
ellos
tienen que perecer
bajo
la severa mano del verdugo.
Ellos
se entregan a nuestra venganza, etcétera
(Rolando
y sus compañeros
son conducidos
a la hoguera)
Escena
Octava
FLORINDA
(arrojándose
a los pies de su padre)
¡A
tus pies tu hija suplica
misericordia
para el amigo!
No
me niegues tu clemencia
aunque
me niegues tu amor paternal.
PRÍNCIPE BOLAND
¡Hija
renegada,
comparte
con ellos su suerte!
¡Tu
castigo es bien merecido!
¡Ningún
ruego podrá salvar al criminal!
FLORINDA
¡Yo
lo amo, escúchame y perdona!
Aquí,
al borde de la tumba,
él
es para mí toda mi vida,
Nos
unen los lazos de eterna fidelidad.
Por
él perdí mi dicha y traicioné mi sangre.
PRÍNCIPE BOLAND
Yo
no te reconozco
y
he renunciado a los deberes paternales.
Mi
hijo se ha entregado voluntariamente al
enemigo
y mi hija nos traiciona...
¡No os
conozco!
CABALLEROS
¿No
te conmueve su dolor? No nos perdones
a
nosotros pero a ella, perdónala.
MOROS
Su
dolor no puede conmovernos,
no debes perdonarla.
PRÍNCIPE BOLAND
Su
dolor no puede conmoverme,
que
ella perezca junto con ellos.
¡Agarradla
y traedla aquí!
FLORINDA
¡Perdón,
perdón!
ROLANDO
¡Demente,
tienes que perdonar a tu hija!
¿Es
que en tu pecho no albergas sentimientos?
PRÍNCIPE BOLAND
¡Llevadlos
a la muerte!
¡Las
oscuras sombras del infierno esperan
al
impudente linaje de los francos!
MOROS
(agarrando
a Florinda y a los caballeros)
Jamás
los débiles deben pretender la felicidad,
porque
toda culpa se paga con sangre.
CABALLEROS
El
loco furor del enemigo nos condena
a una muerte
horrible en las sombras del infierno.
BRUTAMONTE
(irrumpiendo)
¡Señor,
ármate y huye si puedes!
Los
enemigos llegan con poder devastador:
Sus tropas victoriosas
avanzan
y
han
lanzado un asalto furioso
guiados
por un valiente joven.
Ninguna
resistencia es ya posible.
Los
nuestros huyen
invadidos
por el miedo y el terror.
¡Apresúrate
a salvarte, nosotros te protegeremos!
FLORINDA, CABALLEROS
¡Llega
el auxilio, nuestras esperanzas no eran vanas!
PRÍNCIPE BOLAND
No tendrán la alegría de su botín.
¡Matad
a estos traidores!
¡Vosotros,
seguidme!
(Desde
fuera el fragor del combate se acerca.
Los moros se agrupan y se lanzan sobre los
caballeros con los sables desenvainados.
El
Príncipe arrastra a Florinda
con él y se dirige
hacia
la torre)
Escena
Novena
(Dichos,
Eginhard, Fierrabrás)
23 final
(Eginhard
y Fierrabrás avanzan con un
pelotón
de
soldados francos. Eginhard
libera
a los caballeros.
Rolando
se apodera de una
espada y,
abriéndose paso entre un grupo de
moros, apresa
al Príncipe en el momento en
que
éste se apresta a
penetrar en la torre con
Florinda.
Con
una mano
abraza a
Florinda y
con la otra blande la espada contra
el Príncipe;
pero es detenido por
Fierrabrás que acude justo
en el momento en
que
el Príncipe está a punto
de ser traspasado
por la espada de Rolando)
23a Recitativo
FIERRABRÁS
(a
Rolando)
¡Detente!
¡Es mi padre!
FLORINDA
¡Perdónalo!
(Los
moros son vencidos.
Los caballeros rodean Eginhard)
LOS
CABALLEROS
(a
Eginhard)
¡Gracias,
valiente salvador!
(entra
Carlomagno con Emma y su séquito)
Escena Décima
(Los
anteriores con Carlomagno, Emma y séquito
23b Conjunto
CARLOMAGNO
La
victoria acompaña a mi valeroso ejército,
(a
Eginhard y a Fierrabrás)
pero a vosotros os corresponden
los
honores del día.
¡Que
la gloria que vosotros ganado como
héroes
sea coronada por vuestra felicidad!
(al
Príncipe)
Habéis
visto que la suerte se puso de nuestro lado;
por lo tanto aceptad poner fin al conflicto.
EL
PRÍNCIPE BOLAND
Mi
corazón ha sido víctima de una obsesión;
ellos
son los vencedores...
¡He hallado a mis
hijos!
CORO
(durante
el cual los moros quitan
los grilletes
a los caballeros)
La
empresa está cumplida
y la
felicidad conquistada.
La
paz renacerá
de esta sangrienta noche.
EGINHARD
(De
rodillas ante el rey)
El
criminal arrepentido se inclina a
los pies del juez,
dispuesto a expiar su error
con
un severo castigo.
CARLOMAGNO
Has osado desafiar mi benevolencia...
EMMA
¡Ay
Dios!
CARLOMAGNO
...
e incluso has violado las leyes de la amistad.
Pero tu valor ha apaciguado mi ira.
EMMA
¡Padre!
EGINHARD
¡Oh,
mi señor y rey!
CORO
¡Alabada
sea la clemencia del príncipe
que
recompensa así, perdonando un error!
CARLOMAGNO
(a
Fierrabrás)
Y ahora, mi valiente caballero,
deja
que yo bendiga tu dicha.
(Toma
la mano de Emma y se
la
otorga a Fierrabrás que se
muestra
dubitativo)
FIERRABRÁS
(toma vacilante
la
mano de Emma )
¿Quién no gritaría de alegría ante esta
circunstancia,
y sonreiría plenamente?
Pero ¡el amor de Emma no me pertenece!
Mi corazón ha descubierto que ella,
hace
ya tiempo, ha encontrado su amor:..
¡El
valiente Eginhard es su bienamado!
(Emma
queda abrumada por un sentimiento
de gratitud hacia Fierrabrás
que se acerca a
Carlomagno
junto a Eginhard. El
rey sonríe
y une las manos de Eginhard
y Emma )
CORO
Su corazón ha descubierto etc.
CARLOMAGNO
(a Fierrabrás)
Y
tú, mi héroe,
¿de qué recompensa te crees merecedor?
FIERRABRÁS
(con orgullo)
¡Estar
al servicio del gran Carlomagno
es
la mayor dicha y fortuna !
CARLOMAGNO
(A Eginhard)
El
mejor diamante de la real corona
será
tu merecida recompensa.
CORO
Su corazón ha descubierto etc.
PRÍNCIPE BOLAND
(poniendo
la mano de Florinda en la de
Rolando)
Que
ella os haga olvidar los
sufrimientos padecidos.
CARLOMAGNO
(a
Fierrabrás)
Y
a ti, mi héroe,
que fuiste
el
primero
en vencerte
a
ti mismo
y luchar a favor de tu amigo
¿qué
recompensa puedo ofrecerte?
FIERRABRÁS
(metiéndose
entre los caballeros, con
orgullo)
Dispuesto
a seguir los senderos de la gloria,
nacido
para el fragor de la batalla,
quiero
combatir bajo esta bandera
donde
cada hazaña será una recompensa.
(Los
caballeros, rodeando a Fierrabrás, le
toman las manos y abrazan agitando los
estandartes)
CABALLEROS
¡Sí,
únete a nuestra bandera!
Nacido
para el fragor de la batalla,
allí
donde se abre el camino de la victoria,
el
coraje será tu recompensa.
23c Recitativo y Coro final
CARLOMAGNO
Alegrémonos
pues en la felicidad esperada,
jamás
ningún poder podrá hacer renacer el dolor.
Unidos
por lazos de hermandad,
hagamos
reinar la felicidad entre los hombres,
y
que nuestros hijos
se sientan orgullosos
al posar sus
ojos sobre su querida la patria.
CORO
Después de
largos tormentos
renace la
alegría más pura
y surgen
dichosas canciones
en los
corazones apasionados.
EGINHARD,
FIERRABRÁS
ROLANDO,
CARLOMAGNO
Los
horrores y las penas
se
han disipado.
La
felicidad ha sido recuperada
gracias
a la fidelidad.
Sí,
horrores y penas se han disipado.
Sí, gracias a la fidelidad.
FLORINDA
Los
horrores y las penas se han disipado
vencidos por la fidelidad.
EMMA
La
dicha ha sido recuperada por la fidelidad.
TODOS
Después de
largos tormentos
renace la
alegría más pura
y surgen
dichosas canciones
en los
corazones apasionados.
CORO
Después de largos, etc.
EGINHARD,
FIERRABRÁS, EMMA
ROLANDO,
CARLOMAGNO, FLORINDA
Los horrores y las penas
se
han disipado
vencidos
por
la fidelidad.
Digitalizado
y traducido por:
José Luís Roviaro 2014
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